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Trendkultur

Ein Herbstlook mit Secondhand Fashion // Gastbeitrag

Na, habt ihr schon genug vom Herbst oder genießt ihr ihn noch in den letzten Zügen? Während ich hier tippe, scheint die Sonne durch das Fenster und taucht das Zimmer in goldenes Licht – herrlich! Also, ich habe mich entschieden: Ein bisschen kann der Herbst noch bleiben, auch wenn der Winter vor der Tür steht.

Passend dazu haben die liebe Fabienne von Villa Immergrün und ich uns entschlossen, wieder Gastbeiträge füreinander zu schreiben. Die Villa Immergrün ist ein grüner Lifestyle- und Nachhaltigkeitsblog, auf dem Fabienne leckere vegane Rezepte teilt und Lifestyletipps für mehr Nachhaltigkeit und Achtsamkeit gibt. Dazu habe ich auf Villa Immergrün einen Beitrag über ätherische Duftöle geschrieben. Da uns aber auch die Leidenschaft für Mode verbindet, hatte Fabienne bereits im Sommer einen Fair Fashion Guide erstellt. Mode nachhaltiger zu konsumieren ist auch eines ihrer Herzensthemen, deswegen freue ich mich, dass sie für diesen Beitrag das Thema Secondhand Fashion ausgewählt hat und uns mit Inspirationen für einen Herbstlook versorgt!

Mode zu mögen und dennoch auf die Umwelt achten? Das geht. Und ich spreche nicht einmal von ökologisch produzierter Mode aus biologischen Materialien, die nebenbei die Näher*innen fair entlohnt. Sondern vielmehr davon, bereits vorhandene Kleidung zu verwenden. Meine liebsten Anlaufstellen für Secondhand Fashion möchte ich euch heute gerne nennen.

Kleider tauschen

Auch wenn ich das große Glück habe, dass ich mir ungefähr die gleiche Kleidergröße mit meinen beiden Schwestern teile, weiß ich, dass das nicht jedem so geht. Wenn es aber doch der Fall bei euch sein sollte, dann kann ein und das selbe Kleidungsstück mehrfach den Kleiderschrank wechseln. Besonders bei Anlässen, wie Hochzeiten etc. muss es nicht jedes Mal ein neues Abendkleid sein. Auch aus dem Kleiderschrank meiner Mama und sogar ein Oversized Jeanshemd meines Papas sind bereits bei mir gelandet. Nun weiß ich auch, dass das nicht in jeder Familie möglich ist. Doch vielleicht gibt es auch weitere Verwandte oder Freundinnen, mit
denen ihr Kleider tauschen könnt

Kleidertauschpartys

Dieses Jahr im Februar war ich auf meiner ersten Kleidertauschparty, die hier in Mannheim von Greenpeace und dem Nabu veranstaltet wurde. Doch auch andere Städte und Organisationen, wie beispielsweise die Kirche, bieten solche Kleidertauschpartys an. Das Konzept? Jeder Besucherin
bringt um die fünf aussortierte Kleidungsstücke mit, die vom Zustand noch einwandfrei sind. Diese werden nach Kleidungsart sortiert und jeder darf so viel Kleider mitnehmen, wie man möchte. Falls es so eine Veranstaltung nicht in deiner Nähe gibt, dann veranstalte doch einfach selbst eine. Lass deine Freundinnen zum nächsten gemeinsamen Abend auch ein paar ausrangierte Kleider mitbringen und tauscht sie untereinander aus.

Secondhand Boutiquen

Besonders Großstädte locken mit tollen Secondhand-Boutiquen, in denen man einmalige Kleidungsstücke findet — und das immer zu einem richtig guten Preis. Ich habe beispielsweise die Longchamp Tasche, die ich auf den Bildern trage, in einer kleinen Boutique gekauft — und das für 35€! Besonders in Boutiquen vor Ort kann man sich immer von der Qualität der Kleidung selbst überzeugen.

Secondhand Onlineshops

Wenn man keinen Secondhand-Laden im Umkreis hat, dann lohnen sich Onlineshops. Dort gibt es eine riesige Auswahl an toller Kleidung. Meine liebsten Anbieter sind folgende:

  • Vinted (ehemals Kleiderkreisel) — https://www.vinted.de
  • Ubup — https://www.ubup.com und
  • Mädchenflohmarkt — https://www.maedchenflohmarkt.de

Kreativ werden

Hast du schon einmal ein Kleidungsstück zweckentfremdet? Ich hatte beispielsweise mal einen floralen Stoffgürtel, den ich als Schleife an den Blusenkragen band. Auch Gürtel, die mir leider zu klein geworden sind, habe ich als Taillengürtel umfunktioniert. Kennt ihr das Wort Upcycling, mit dem sich beispielsweise schnöde Dosen in schicke Stiftehalter etc. verwandeln lassen? Gleiches gilt auch für Mode. Sucht bei Pinterest doch einfach mal nach „Upcycling …“ und dem Kleidungsstück, das ihr verändern wollt und lasst euch inspirieren.

Erbstücke

Nun kommen wir zu meiner absoluten Bezugsquelle und auch hier weiß ich, dass diese Möglichkeit leider nicht jederm zur Verfügung steht. Den Mantel, den ich trage stammt von meiner Oma. Generell hatte meine Oma immer solch schicke, außergewöhnliche Kleidung an, die wahre Einzelteile sind. Ich habe es immer geliebt mit ihr ihren Kleiderschrank zu durchwühlen und solche Schätze zu finden. Auch von meinen Urgroßmüttern habe ich mehrere Kleidungsstücke, auf die ich regelmäßig angesprochen werde. Außerdem ist es sehr schön, wenn man bei jedem Tragen an seine geliebten Vorfahrinnen erinnert wird?


Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Beitrag Lust auf Secondhand Fashion geben. Aber vielleicht kauft ihr ja schon seit Längerem Kleidung Secondhand? Und wenn ja, vielleicht möchtet ihr eure Quellen unten in den Kommentaren verraten? Dann können wir hier gemeinsam eine große
Sammlung anlegen. Bis dahin wünsche ich euch viel Freude beim Secondhand shoppen! Liebe Grüße – Fabi 🙂

Na, wenn das nicht coole Tipps sind – danke dir, Fabi! Schaut unbedingt bei ihr vorbei, wenn euch diese Themen gefallen und lasst uns gerne einen Kommentar da 🙂

Bleibt gesund, meine Lieben!

Werbung, unbeauftragt.

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4 Comments

  • Nicole Kirchdorfer

    Liebe Vanessa,
    also a) finde ich es sehr lobenswert, dass Du Nachhaltigkeit in der Mode thematisierst und b) der Mantel ist ein Traum.
    Ich selbst bin ein großer Freund von Second Hand Mode und habe schon viele schöne Schnäppchen gemacht. Mit Wiesbaden und jetzt Düsseldorf hatte ich immer das Glück in „reichen“ Städten zu wohnen, wo viele nach einer Saison ihre Designer Klamotten abgeben. Die Sachen sind alle tadellos und es macht Freude dort echte Schnäppchen zu finden.
    Übrigens würde ich nie bei H&M und Zara kaufen, weil Kleidung zu diesen Preisen nicht auf faire Art erzeugt werden können und weil es mich nervt, wenn 50 mal das gleich Teil nebeneinander hängt. Da vergeht mir jede Lust.
    Abgesehen davon ist ein Kleidungsstück, dass eine (Familien)Geschichte mitbringt, etwas ganz besonderes. Da legen sich gleich Erinnerungen um die Schultern…

    Hab ein schönes Wochenende!

    • Kulturblazer

      Liebe Nicole,
      da hat Fabi echt einen tollen Griff gemacht, ich finde den auch wunderschön! Du bist da was Vintagestores angeht echt in einer luxuriösen Position, im wahrsten Sinne. Vielleicht muss ich mal wieder einen Abstecher nach Düsseldorf machen. Ich habe noch einige Kleidungsstücke von H&M (insbesondere meine Sportkleidung) und auch von Mango, aber bei beiden Geschäften habe ich seit über einem Jahr schon nichts mehr gekauft. Darauf bin ich schon stolz, auch wenn es mir manchmal doch schwer fällt, weil die Auswahl groß ist und auch einige schöne Stücke dort hängen. Aber letztlich habe ich mich einmal so entschieden, da nicht mehr zu kaufen und weiß auch, dass es ein Privileg ist, sowas entscheiden zu können.
      Und ja, Familienkleidungsstücke sind die besten 🙂
      Einen schönen Sonntagabend!

  • Lisa Marie

    Hi Vanessa,

    ich kann mich noch sehr gut an den ersten Gastbeitrag von Fabienne zu Fair Fashion erinnern! 🙂 Ich fand es sehr hilfreich, dass sie für uns so viele Fair-Fashion-Labels aufgelistet hat!

    Fabis Herbst-Look steht ihr sehr gut!
    Ich kaufe mit ’ner Weile auch einiges an Klamotten über Kleiderkreisel bzw. Vinted und habe bisher kaum schlechte Erfahrungen gemacht.
    Von Kleidertauschparties habe ich noch nie gehört, aber diese Art des Tausches hört sich echt cool an. Im Moment wird so etwas wahrscheinlich nicht veranstaltet, aber nächstes Jahr werde ich mal die Ohren danach spitzen. 😀

    Ich wünsche dir noch ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße
    Lisa Marie

    • Kulturblazer

      Liebe Lisa Marie,
      ich finde, Vinted ist wirklich eine tolle Sache, auch wenn ich selbst dort noch nichts gekauft habe. Aber allein schon das stöbern macht Spaß 🙂
      Ja das ist leider so, genau wie die coolen Vintage-Flohmärkte, die sonst auch häufiger gab. Aber wir bleiben positiv, dass es bald besser wird!
      Liebe Grüße!

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