Halbzeitupdate_2020_Notizbuch
Gedankenkultur

Halbzeitupdate // Ziele 2020

Puhh, können wir mal alle durchatmen? Das erste Halbjahr 2020 war ja wohl richtig verrückt. Ich glaube, es sind überall die gleichen Dinge, die uns berührt und beschäftigt haben: Die Buschbrände in Australien, die Rassimus-Debatte, COVID-19 sowieso und zuletzt die Diskussion über Fleischpreise – um nur einige Punkte zu nennen. Zunehmend kursierten in den letzten Wochen Posts im Internet mit dem Wunsch, 2020 möge ausfallen, übersprungen werden, endlich enden. 2020 sei der totale Reinfall und bereits verbucht, abgehakt, ad acta gelegt. Ganz ehrlich? Das finde ich überhaupt nicht. Im Gegenteil. 2020 verdient weitaus mehr als das.

2020 zeigt uns Ursache und Wirkung auf

Ja, 2020 war bis hierhin anstrengend, sicherlich. Aber 2020 zeigt uns auch ganz klar, wo wir noch dazu lernen dürfen. Und ja, das ist nicht angenehm, aber unheimlich wichtig. Wir dürfen lernen, wie wir mit unseren Mitmenschen umgehen sollten. Wie wir mit Tieren umgehen sollten. Wie wir mit der Natur umgehen sollten. Wir ernten jetzt, was wir all die Jahr(-zehnte) vorher gesät haben. Ich bin davon überzeugt, dass alles im Leben Ursache und Wirkung ist, auch wenn wir den Zusammenhang nicht immer direkt erkennen können.

All die Themen, die uns 2020 in Form von Naturkatastrophen, Pandemie oder dem Tod von Geroge Floyd und anderen Menschen vor die Füße schmeißt, all das haben wir Menschen selbst erschafften. Nicht unbedingt ihr und ich allein, aber die Menschheit insgesamt. Die Ärzte haben es ganz passend gesagt: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist, es ist nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“ Also nutzen wir die Chance!

Wenn uns Missstände oder Ereignisse unzufrieden zurücklassen, sollten wir nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern es anpacken und losgehen. Wir sollten mit unserem Denken, Sprechen und Handeln das umsetzen, was wir in unserem Leben verändern, erreichen, tun möchten. Damit fangen wir in unserer kleinen Lebenswelt, in unserem Zuhause, bei Familie und Freunden an. Ich jedenfalls möchte 2020 nicht missen, auf gar keinen Fall. Auch wenn die ersten sechs Monate nicht einfach waren, habe ich einiges gelernt, auf das ich im Verlauf des Beitrages eingehe. Anfang des Jahres habe ich mir zudem, wie letztes Jahr auch, einige Ziele gesetzt, zu denen ich in diesem Beitrag einen kleinen Zwischenstand geben möchte.

#1 Bullet Journal führen

Mein BuJo führe ich nach wie vor, wobei ich mich mittlerweile einen guten Weg gefunden habe. Zwischenzeitlich stresste mich das Thema nämlich etwas, weil ich mir zuviel vorgenommen hatte: Für jede Woche und gar jeden Tag Ziele, Wünsche, Intentionen etc. aufzuschreiben und auch noch hübsch zu gestalten, war für mich in meinem Alltag mit Job & Co. nicht zu bewerkstelligen. Ich habe mir selbst zuviel Druck gemacht – was für ein Quatsch! Wieso sollte ich mich selbst stressen, nur um jede Woche ein perfekt designtes BuJo zu haben? Nee, dazu hatte ich keine Lust. Also schreibe ich nun stattdessen monatlich Ziele, Highlights und To-Do´s auf und reflektiere , was ich im letzten Monat gelernt habe, was ich erreicht habe, was ich noch ändern möchte, für welche Dinge ich dankbar bin, etc. Dadurch hält sich der „Verwaltungsaufwand“ für mich in einem überschaubaren Rahmen, ohne den Drive und die Motivation zu verlieren – die ziehe ich nämlich nach wie vor aus dem BuJo! Mit dieser monatlichen Betrachtung (bei der ich auch Dinge ergänze oder erledigte Punkte abhake) weiß ich, worauf ich mich konzentrieren möchte und was ich erreichen möchte.

Zudem habe ich in meinen Instagram-Stories begonnen, kleinere To-Do-Listen als „Weekend Edit“ oder „Weekday Edit“ zu führen. Das ist quasi die digitale Fortführung meines BuJos. Ich habe nämlich festgestellt, dass mir diese kleinen, digitalen Ziele innerhalb des Monats dabei helfen, weniger Zeit zu vertrödeln und produktiver zu sein. Und wenn ein Ziel mal ist, nur zu chillen, Kaffee zu trinken und aus dem Fenster zu gucken – umso besser!

#2 Ordnung machen – everywhere

Hier bin ich schon ziemlich stolz auf mich, denn ich habe es bisher geschafft, viel weniger Geld für Kleidung auszugeben als letztes Jahr um diese Zeit – mein Haushaltsbuch hilft mir dabei, den Überblick zu behalten. Zudem habe ich kein einziges Mal Fast Fashion gekauft – auch, wenn es gar nicht so einfach ist! Ich stand schon ein, zwei Mal davor, eine Bestellung abzusenden, weil ich das Kleidungsstück wirklich toll fand – und habe es dann doch nicht getan. Mein „Warum“ zu kennen und es in kritischen Situationen hervor zu holen, hilft ungemein, nicht die Richtung zu verlieren.

Ich habe in meinem Beitrag über nachhaltiges Shoppen ja beschrieben, welche Tipps dabei helfen können, nachhaltiger mit Kleidung umzugehen. Natürlich habe ich auch noch nicht den perfekt kuratierten, völlig fast-fashion-freien Kleiderschrank, aber der Weg ist das Ziel, nicht Perfektion.

#3 Yoga in den Alltag einbauen

Ich mache ca. zweimal die Woche Yoga und mittlerweile ist es eine Gewohnheit, die automatisch abläuft – also nichts, was ich mir bewusst vornehmen muss. Das Bedürfnis danach kommt von ganz allein. Ich habe zudem im Juli begonnen, einmal wöchentlich ins Yogastudio zu gehen. Vorher habe ich monatelang „nur“ zu Hause Yoga praktiziert, entweder allein oder mit Videos. Das ist natürlich kostengünstiger, aber mein Juliziel (aus dem BuJo 🙂 ) war der Besuch des wöchentlichen Vinyasa-Yogakurses.

Ob ich das nun weiterhin mache, werde ich mir noch überlegen. Da die Yogavideos, inbesondere die von Mady Morrison, mir aber auch schon so unheimlich viel Mehrwert bieten, könnte ich mir auch vorstellen, mein bisheriges Konstrukt beizubehalten: Zuhause eigenständige Abläufe machen, Videos nutzen und dann immer mal wieder ins Studio zu gehen, um ggf. Fehler, die sich eingeschlichen haben, korrigieren zu können. Unbedingt ausprobieren möchte ich auch noch das Yoga-Online-Studio von Wanda Badwal, die ich auch unheimlich toll finde.

#4 Neue Orte kennen lernen

Tja, was soll ich euch sagen: Reisetechnisch ist dieses Jahr bisher nicht wirklich viel los gewesen, um nicht zu sagen: Gar nichts. Das ist zwar etwas traurig, aber auch in Ordnung, es gibt weitaus dramatischere Dinge. Auch wenn ich physisch keinen neuen Ort kennen gelernt habe, so habe ich in mir einen ganz neuen Ort kennen gelernt, in dem ich mich jahrzehntelang unbewusst aufgehalten habe: Happyland. Was das bedeutet? Tupoka Ogette, die Autorin des Buches „Exit Racism“ hat diesen Begriff im Zusammenhang mit der Rassismus-Debatte geprägt:

Das ist ein Bewusstseinszustand, in dem weiße Menschen glauben, dass Rassismus ein Randthema sei, welches nichts mit ihnen selbst zu tun habe. Sie denken, dass es reicht, sich eindeutig antirassistisch zu positionieren, damit das Thema vom Tisch ist.„Happyland“ sorgt dafür, dass Menschen Rassismus reproduzieren, ohne dies wahrzunehmen. Sie sind sich nicht bewusst, Teil des Problems zu sein und können deshalb auch nicht Teil der Lösung werden.

Tupoka Ogette

Ich selbst habe, bevor ich Tupokas Buch und auch das Buch „Was weisse Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten“ von Alice Hasters gelesen/gehört habe, in Happyland gelebt. Keine leichte, aber eine sehr wichtige Erkenntnis. Mir ist klarer denn je, dass anti-rassistisch handeln mehr bedeutetet, als kritische Instagram-Posts zu teilen oder zu sagen „Für mich sind alle Menschen gleich, ich sehe keine Hautfarbe.“ Das mag auf den ersten Blick eine löblich Aussage sein, wird aber auf gar keinen Fall dazu beitragen, dass wir strukturellen Rassismus dekonstruieren und unsere rassistische Sozialisierung aufbrechen können. Denn dadurch verschließen wir die Augen davor, dass BiPoC und Schwarze Menschen durchaus auch heute in Deutschland Rassismus erfahren. Rassismus nicht wahrzunehmen, ist ein weißes Privileg. Daran müssen wir arbeiten.

Ich habe durch das Lesen der beiden Bücher einiges gelernt, in Situationen nicht richtig gehandelt, neu gelernt und Diskussionen in Familien- und Freundeskreis gehabt (das ist nicht einfach, das sage ich euch!). Dies würde aber den Rahmen für diesen Beitrag sprengen, aber ich bin immer noch wild entschlossen, darüber einen eigenen Beitrag zu schreiben – gerade und auch weil das Thema nicht so einfach ist, wie das, was hier sonst so zu lesen ist.

Wenn ich zurück zu den physischen Orte komme, gibt es nicht viel Neues: Wie bereits in der letzten Kulturkolumne berichtet, habe ich meine Südafrikareise gecancelt und schaue jetzt, dass ich alle Unterkünfte und den Flug einigermaßen sauber und ohne allzu großen finanziellen Verlust rückabwickeln kann. Dennoch habe ich einen Plan B, bei dem ich die letzten Dinge gerade noch plane – so schaffe ich es, wenn alles gut läuft, doch noch, 2020 neue Orte zu sehen 🙂 Ich halte euch auf dem Laufenden!

Fazit & Ausblick

Die Ziele, die ich mir Anfang des Jahres gesetzt habe, sind alle noch relevant und ich setze sie nach wie vor auch weiter um. Aber auch außerhalb meiner kleinen Bubble dreht sich die Welt weiter. 2020 hat mir einige Dinge aufgezeigt, die ich noch genauer betrachten darf, sei es Rassismus oder der Umgang mit meinem Körper. Ich möchte keine der Lektionen missen, die mir 2020 bisher beigebracht hat und ich freue mich über alles, was noch kommen wird. Nicht immer ist alles einfach zu händeln, aber daran können wir nur wachsen.

Was noch kommen wird? Ich möchte mich weiter mit Rassismus beschäftigen, mit meinem eigenen Anteil daran, ihn aufzulösen. Ich möchte weiterhin nachhaltig konsumieren, so schwierig es manchmal auch ist. Ich möchte weiterhin meine pflanzenbasierte Ernährung umsetzen. Ich möchte weiter daran arbeiten, meine Haut und meinen Körper für ihre Arbeit zu schätzen und nicht abzuwerten. Es gibt immer wieder Themen, die noch angegangen werden wollen, aber wir dürfen dabei auch mal inne halten und feststellen: Nicht alles läuft immer perfekt und nach Plan. Das ist ok, das ist das Leben.

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Wie sieht euer erstes Halbjahr 2020 aus? Zieht ihr zwischendurch mal ein Zwischenfazit? Richtet ihr euch neu aus? Was hat euch bisher am meisten bewegt in diesem Jahr?

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16 Comments

  • Wonderful Fifty

    Liebe Vanessa, dein Halbzeitupdate hat es ja in Sicht und greift gleich mal mehrere wichtige Themen auf, die so in unsere momentane Zeit spielen. Um es gleich mal vorwegzunehmen – in Bezug auf 2020 bin ich absolut bei dir. Ich kann in meisten Fällen dieses Gejammere und Gesudere über das heurige Jahr nicht wirklich nachvollziehen, vor allem dann wenn Corona ohnehin die eigene Familie gesundheitlich nicht wirklich betroffen hat. Dieses Jahr hat uns doch so viel gezeigt und auch bewusst gemacht – wir haben mal gesehen, dass so viel für uns Selbstverständliches doch nicht wirklich so selbstverständlich ist und das wir diese Dinge in der Folge jetzt doch mehr schätzen und achten und sie auch besonders erleben und genießen, wie etwa ein Treffen mit Freunden. Ja, ich habe sogar in dieser Zeit auch schöne Augenblicke erleben dürfen, die wohl ohne diesen Virus so nicht zustande gekommen wären. Natürlich hat diese Pandemie auch viele unserer Pläne über den Haufen geworfen, wir müssen uns teilweise umplanen oder Manches überhaupt absagen – daher freue ich mich, dass du schon fleißig an deinem Ersatz für deine Südafrikareise arbeitest und damit nicht jammerst, sondern eben das Beste aus der Situation machst. Es war wieder toll und interessant, aber auch nachdenklich, mit dir auf dieses Halbjahr zurückbzulicken – danke dafür.
    Hab einen wunderbaren Abend und alles Liebe

    • Kulturblazer

      Hi Gesa,
      ja, diese vermeintlichen Selbstverständlichkeiten wurden mir auch erst im Laufe des Jahres bewusst – die nämlich eigentlich keine sind. Danke dir für deine Worte und deine Sicht der Dinge! Gerade Augenblicke mit den Liebsten werden noch kostbarer und immer, immer wieder möchte ich mich daran erinnern, diese auch dann wert zu schätzen, ohne das etwas Schlimmes oder Dramatisches, etc. passieren muss. Das passiert ja leider im Alltag schneller, als ich möchte. Aber daran gilt es zu arbeiten 🙂
      Liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende!

  • S.Mirli

    Liebe Vanessa, ich bin absolut deiner Meinung – ich sehe 2020 als Chance. Klar, ab und zu denkt man, es kann nicht noch schlimmer werden, es kann nicht noch etwas kommen und dann kommt die nächste Katastrophe, aber vielleicht ist es auch genau das, was wir gebraucht haben. Vielleicht müssen wir es richtig schmerzhaft spüren, damit wir endlich bereit sind, etwas zu ändern. Der Klimawandel ist nicht nur ein Wort, es ist wirklich da, auch die Ausbeutung von Tieren zeigt nun seine Auswirkungen und deshalb bin ich 2020 auch irgendwie dankbar, weil ich hoffe, dass wir dadurch endlich alle aufwachen. Ich finde es toll, wie du auch stetig an dir selbst arbeitest, ich wünschte, es würde mehr Menschen wie dich geben. Vielen, vielen Dank für diesen wundervollen Beitrag, alles Liebe und eine Wundervolle neue Woche für dich, x S.Mirli
    https://www.mirlime.at

    • Kulturblazer

      Liebe Mirli,
      ich freue mich über deine lieben Worte, hab vielen Dank! Ja, manchmal lernen wir nur durch Schmerz, das ist wohl so – im Kleinen oder auch im Großen. Ich versuche zumindest mein Bestes, auch wenn ich natürlich weit davon entfernt bin, den perfekten nachhaltigen Lebensstil zu führen, allen Menschen in meinem Umfeld die Zeit zu schenken, die sie verdienen, dabei noch alle beruflichen und sportlichen Ziele zu erreichen UND einen perfekten Haushalt zu haben…manchmal nerven mich einige Dinge doch mehr, als sie sollten und ich gerate in alte Gewohnheiten, die mich selbst nerven, aber das gehört eben zum Leben dazu. Ein oder zwei Schritte zurückgehen sind nicht immer Rückschritt, sondern manchmal eher Anlauf nehmen 🙂
      Ich hoffe, du hast ein wunderbares Wochenende!
      Herzliche Grüße!

  • Sarah

    Ein sehr schöner Beitrag! 2020 war ja bis jetzt wirklich anders, als viele von uns es sich vorgestellt haben. Trotzdem konnte ich mir aich bereits schon einige Ziele erfüllen – unter anderem mehr schreiben und lesen. Mit einem Bullet Journal habe ich jetzt auch angefangen und schreibe aber auch nur monatlich meine Ziele etc. auf. Das wird mir sonst auch zu viel 🙂
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Kulturblazer

      Hi Sarah,
      danke dir! Mehr Zeit für Dinge wie Schreiben oder Lesen sind ein positiver Nebeneffekt gewesen, das stimmt – immer das Positive sehen! Selbst die monatliche Fokussierung reicht bei mir schon aus, auf Kurs zu bleiben. Vielleicht schreibst du auch mal über deine Ziele, das würde mich interessieren!
      Ganz liebe Grüße!

  • Tiziana Olbrich

    Liebe Vanessa du hast absolut Recht 2020 ist eine Chance sein Leben mal anders anzugehen. Priorität auf die wirklich wichtigen Dinge zu legen und zu lernen die kleinen Freuden des Lebens wieder mehr zu schätzen. Mir hat übrigens sehr der Aufbau deines Posts gefallen mit den Zitaten und eingebauten Instagram-Posts – sehr schön!!! 🙂

    • Kulturblazer

      Liebe Tiziana,
      ohh, vielen lieben Dank für dein Feedback zum Aufbau und dem Inhalt – das weiß ich zu schätzen! Ich glaube auch, dass uns 2020 einfach viel beibringen kann, wenn wir uns darauf einlassen und hinter die Dinge schauen, die passieren. Ich bin überzeugt, dass alles aus einem Grund passiert, den wir meist erst später sehen.
      Liebe Grüße!

  • miras_world_com

    Nicht falsch verstehen, aber ich finde die erste Jahreshälfte nicht so schlimm. Es hat uns gezeigt wie wir Menschen sin, wie wir reagieren und handeln können. Es hat gezeigt viele positive menschliche Effekte und gezeigt an welchen Punkten noch gearbeitet werden soll. Jede Erfahrung ist eine Lehre, aus der man lernen soll und ich habe die Hoffnung, aus der man größten Teil gelernt hat. Für viele ist ein Lebensabschnitt zu Ende gegangen und ich möchte nur hoffen, dass auf sie viel schöneres Anfang warten. Liebe Grüße und alles Gute für dich!

    • Kulturblazer

      Hi Mira,
      oja, absolut! Wir Menschen sollten auf jeden Fall daraus Lehren ziehen und ich persönlich habe es jedenfalls schon getan. Ich fand die erste Jahreshälfte durchaus streckenweise anstregend, aber jeder nimmt Dinge anders wahr und ist in einer anderen Situation. Für jeden hat die Zeit sicher das hervorgebracht, was es für einen selbst zu lernen gab oder so man hinschauen sollte, was noch zu tun ist, usw.
      Ganz viele Grüße an dich und ein wunderbares Wochenende!

  • Krissi

    Da hast du Recht – es läuft nicht immer alles nach Plan. Manchmal ergeben sich dadurch aber neue tolle Dinge, mit denen man nicht gerechnet hat.
    Ich bin ganz bei dir: Das Jahr 2020 mag ein riesiges Chaos sein, aber tatsächlich haben wir und alles was passiert ist irgendwie selbst eingebrockt und jetzt müssen wir die Suppe eben auslöffeln. Ich glaube und hoffe, dass die Menschheit etwas aus diesem Krisenjahr lernt und wir uns in Zukunft bessern.

    Viele liebe Grüße,
    Krissi von the marquise diamond
    https://www.themarquisediamond.de/

    • Kulturblazer

      Hi Krissi,
      ich hoffe es – wir müssen ja nicht alles perfekt machen ab sofort, aber einfach schauen, was wir persönlich dazu beitragen können, dass es der Welt und den Menschen darauf zukünftig besser gehen wird!
      Liebe Grüße!!

  • Lisa+Marie

    Hallo Vanessa,

    ich finde auch, dass das Jahr 2020 kein verlorenes Jahr ist. Hier kommt es aber glaube ich auch sehr auf die Perspektive an.
    Abgesehen von den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, hatte sich an meinem Alltag kaum etwas geändert, wofür ich auch jetzt noch sehr dankbar bin. Ich habe so einige Bestandteile des Alltags wieder schätzen gelernt.

    Wie du zu Beginn des Beitrags geschrieben hast, ist in der ersten Hälfte des Jahres schon so viel passiert … und die Konsequenz daraus sollte sein, dass wir uns fragen, wie das alles passieren konnte. Reflexion ist an dieser Stelle sehr wichtig. Nur so können wir lernen und zukünftig hoffentlich etwas ändern. Auch, wenn wir klein anfangen. Aber wenn viele Menschen mit kleinen Dingen anfangen, können wir in der Gesamtheit etwas Großes erreichen,

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

    Liebe Grüße
    Lisa Marie

    • Kulturblazer

      Hi Lisa Marie,
      das ist genau der Punkt: Wenn alle nur ein bisschen ändern, können wir schon so, so viel erreichen! Perfektion ist sowieso eine Illusion und gar nicht nötig. Wir könnten soviel erreichen, wenn jeder ein wenig auf den anderen achtet, egal ob Mensch, Tier oder Natur. Aber vielleicht ist dieses Jahr ja ein Wendepunkt in vielen Dingen. Es wäre ein wichtiger Schritt.
      Dir auch ein wunderbares Wochenende und ganz viele liebe Grüße!

  • Nicole

    Ich finde es schön, dass du hier so viele aktuelle Themen mit untergebracht und angesprochen hast – das finde ich unfassbar wichtig. 2020 war in der Hinsicht echt ein turbolentes Jahr, indem leider auch viel Schlimmes passiert ist. Das mit George Floyd ist wohl an niemandem spurlos vorbeigegangen, das Video bzw. die Ausschnitte die ich in den Nachrichten und in Dokus gesehen habe, verfolgen mich bis heute. 2020 hat ja in den USA leider schon sehr vielen afro-amerikanern das Leben aufgrund von Polizeigewalt gekostet und leider wurden bisher noch nicht in allen Fällen die Beamten zur Rechenschaft gezogen. Mich macht das tatäschlich traurig und wütend :/. Man kann nur hoffen dass die Blacklivesmatter Bewegung in den USA tatsächlich zu anhaltenden Veränderungen führt, natürlich auch die globale Bewegung. Auch bei uns gehört Rassismus mittlerweile ja für viel zum Alltag – ich weiß das, auch durch die Geschichte von Familienmitglieder und ja, da wurde mir auch bewusst, wie priviliegiert ich bin, weil ich immer angenommen habe, dass es das in meiner Region nicht gibt. Ich habe solche Vorfälle noch nicht beobachtet und selbst bin ich nicht betroffen. War dann schockiert als mir mein Cousin mit dunklerer Hautfarbe seine negativen Erfahrungen geschildert hat. Leider war ich da nie dabei und konnte nicht eingreifen :/. Den Skandal um Tönnies bzw. allgemein die Fleischbetriebe, der macht mich auch wütend, vor allem weil es halt kein Geheimnis war. Viele Poltiker wusste da über Jahre bescheid und auch die günstigen Fleischpreise verraten das. Irgendwo muss der günstige Preis ja herkommen. Ich bin auch hier gespannt, ob es am Ende nur eine kurze Diskussion bleibt oder ob sich da wirklich nachhaltig was ändert – den Arbeitnehmern wäre es auf jeden Fall zu wünschen, denn niemand hat verdient unter solchen Bedinungen zu arbeiten.

    Harter Cut zum Bullet Journal: Kann verstehen, dass dich das täglich gestresst hat. Sowas ist ja doch viel Arbeit und monatlich ist doch ne super Lösung. Da kann man sich dann kreaitv austoben, ohne dass das zur Belastung für einen wird. Sowas sollte ja auch immer Spaß machen und nicht als Bürde empfunden werden.

    Dankeschön für dein liebes Kommentar Vanessa,
    kann dir den Film aber echt empfehlen, der ist auf jeden Fall schockierend, ohne nun alles im Detail zeigen zu müssen. Ist auch von der Atmosphäre super gemacht – Anspannung von Anfang bis Ende und ein schöner Showdown, wo man noch mal mitfiebert. Ahh „Crazy Rich Asians“ ist so genial, den musst du unbedingt schauen. Eine meiner liebsten Romcoms der letzten Jahre. So unterhaltsam, wenn auch mit ein paar Klischees, aber richtig spannend da in eine andere Kultur einzutauchen und tolle Schauspieler.

    Aktuell laufen ja tatsächlich nur ältere Filme, also einige aus 2019 oder Filme, die vor dem Lockdown gelaufen sind. Problem ist halt, dass dadurch das die Kinos in den USA geschlossen sind, die großen Blockbuster erstmal nicht starten werden und alles immer wieter verschoben wird. Da gilt halt immer noch „Amerika als Erstes“ – für die europäischen Kinos ist das natürlich der absolute Horror, weil es letzten Endes eben doch die Blockbuster sind, die die Leute ins Kino locken und das Geld bringen. Ich hoffe echt, dass die kleinen Kinos das überstehen und nicht schließen müssen. In den USA ist halt noch keine Entspannung in Sicht. Man plant mit Kinoöffnungen im August, aber ob das dann tatsächlich so kommt? Die europäischen Produktionen dürften das kaum auffangen können, zumal so was wie James Bond ja auch verschoben wurde.

    • Kulturblazer

      Liebe Nicole,
      durch deinen Cousin ist dein Bezug dazu ja auch nochmal intensiver und gerade diese Idee, dass Rassismus, platt und überzogen gesagt, nur Nazis in Dresden betrifft, ist genau das, was ihn so unsichtbar in unserem Alltag macht. Seitdem fällt es mir auch viel, viel öfter auf und das ist erschreckend. Aber nur so können wir daran arbeiten, auch wenn es anstrengend ist.
      Ehrlich gesagt, ist die Diskussion um die Fleischpreise in meiner Wahrnehmung doch schon wieder abgeebbt, oder nehme nur ich das so wahr? Bis es zum nächsten Skandal kommt. Vielleicht dauert es einfach noch etwas, bis die Leute merken, dass es für Umwelt, Menschen und Tiere besser wäre, wenn Fleisch mehr kostet. Aber gerade bei uns in Deutschland sind die meisten Menschen nicht bereit, mehr Geld für Lebensmittel auszugeben als in anderen, europäischen Ländern.

      Jetzt freue ich mich noch mehr auf Crazy Rich Asians, bin noch nicht dazu gekommen, ihn zu schauen. Was Filme/Kinos allgemein angeht: Bei uns ist das neue Kino, was im März öffnen sollte, immer noch nicht offen und ich weiß auch nicht, wann das passieren wird…ich habe letztens eine Liste mit den Verschiebungen der Filme gesehen, das ist echt heftig. Im Sommer ist Kino ja ohnehin eher nicht so angesagt und dann noch Corona dazu – das macht es sehr schwierig für die Branche, wie für viele andere ja auch.
      Ganz liebe Grüße!

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