Kultur

Im Kennzeichnungsdschungel // Wie ich meine Beiträge kennzeichne

Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der unbeabsichtigt durchaus eine werbende Wirkung haben könnte, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt wurde! Wieso ich diese Kennzeichnung nutze? Lest ihr hier!

Ich habe mich vor dem Start des Blogs mit sehr vielen Dingen auseinander gesetzt. Es ist ja nicht einfach damit getan, ein bisschen Text zu schreiben und Fotos zu machen. Es bedarf noch weiterer Organisation und Überlegungen in anderen Bereichen. Gerade rechtliche Dinge sind ja mittlerweile kein zu vernachlässigender Aspekt eines Blogs.

Kennzeichnung etwa war einer der Punkte, die mich lange davon abgehalten haben, einen Blog zu starten. Ich finde die Diskussion über Werbung, Kennzeichnung & Co.  schon recht unübersichtlich. Ich habe viel darüber gelesen, gerade von anderen Bloggern, die sich dieser Thematik weitaus umfassender und dringender widmen müssen als ich. Und selbst die sind teilweise etwas ratlos. Da aber von den größten Bloggern in Deutschlands bis hin zu Oma Ilse, die nur ein paar Katzenfotos auf ihrem Blog teilen will abmahntechnisch jeder in Frage zu kommen scheint, will ich da ganz sicher gehen.  Ok, Oma Ilse ist schon unwahrscheinlich, ich weiß.

Ich bin weit davon entfernt, mit dem Blog auch nur annähernd überhaupt Geld zu verdienen wie andere Blogger (was auch nicht mein Ziel ist). Ich möchte aber andererseits auch nicht abgemahnt werden. Daher sichere ich mich ab und kennzeichne bestimmte Posts mit dem obigen Satz. Die damit angestrebte Transparenz geht komplett verloren, weil einfach im Zweifel lieber alles gekennzeichnet wird. In einem Beitrag der Kanzlei Wilde Beuger Somecke heißt es nämlich:

Schleichwerbung kann man auch betreiben, wenn man für die Präsentation von und Verlinkung auf Produkte keine Gegenleistung erhalten hat. Die Gegenleistung ist zwar ein Indiz, aber keine Voraussetzung dafür, dass ein Beitrag als Werbung zu qualifizieren ist. Dies sagt sogar der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH, Urt. v. 9.6.2011, Az. C 52/10 – ALTER CHANNEL). Letztlich geht es vielmehr darum, ob das Produkt überhaupt in ein besseres Licht gerückt wird und ob dies die Zuschauer bzw. Verbraucher dazu bringen kann, das Produkt zu kaufen. Unerheblich ist, ob Influencer tatsächlich werben wollen – es reicht schon eine undifferenzierte werbliche Darstellung, die auf Verbraucher eine entsprechende Wirkung hat.

QUELLE: WILDE BEUGER SOLMECKE | Rechtsanwälte GbR | Nach strengen Urteilen – Müssen Influencer jetzt jeden Post als Werbung kennzeichnen? | Zugriff: 04.10.2018, 21:08 Uhr

Wenn ich z. B. über einen Nagellack schreibe, kann mir ggf. Schleichwerbung unterstellt werden, denn ich nenne die Marke. Ob die diesen selbst gekauft habe oder eventuell  nicht mal besitze, ist dafür wohl unerheblich. Wegen einem Herzenshobby wie Texte über Themen schreiben, die mich interessieren, eine Abmahnung zu kassieren – darauf habe ich keine Lust und auch kein Geld übrig. Ich möchte nun mal über Bücher schreiben, die mich interessieren, Dinge zeigen, die ich auf textile Art schick finde oder über anderen Krimskrams berichten – dabei muss ich diese Dinge noch nicht mal gekauft haben, sondern nur auf meinen (virtuellen) Wunschzetteln stehen haben oder sie einfach nur interessant finden. Selbst bestimmte Links zu Seiten, etwa der Internetseite unseres Tourguide der Jeeptour in Jordanien, lasse ich lieber weg, obwohl ich den Namen von jedem, mit dem wir an dem Tag unterwegs waren, kenne.

Wie ich mit dem Thema Kennzeichnung am Ende zu 100 % angemessen umgehe, erschließt sich mir noch nicht vollständig. Aber ich bleibe dran. Es kann auch sein, dass ich damit total übertreibe, weil hier eh alles nach Hobby auf dem Blog schreit. Sollte ich da neue Erkenntnisse gewinnen oder ihr dazu Tipps haben, bin ich ganz Auge für eure Kommentare.

Wie findet ihr die ganze Kennzeichnungsdiskussion?
Habt ihr damit schon Erfahrungen gemacht oder seid ihr der Meinung, dass die Transparenz damit schlechter oder besser geworden ist?

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