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Gedankenkultur

Kulturkolumne 11.2021

Willkommen zur einer neuen Kulturkolumne im November! Nach einem wirklich richtig turbulenten und vollgepackten Oktober ist der November ruhig und entschleunigt gestartet – nämlich im Urlaub und das habe ich absolut genossen. Der Oktober hat mich etwas an meine Grenzen gebracht und kurz vor dem Urlaub und auch großartigerweise am Ende kam erst eine kleine Erkältung und dann am Ende die große Grippe. Aber jetzt erstmal eine kleine Zusammenfassung, was so los war und was noch ansteht!

Yogakultur

Im Oktober ging es für fünf Tage nach Melle zur Intensivwoche meiner Yogalehrerausbildung. Und intensiv war sie! Allein darüber müsste ich einen eigenen Post schreiben, soviel Input gab es in diesen Tagen. Unserer Tag begann immer ziemlich früh, nämlich um 6 Uhr mit zwei Stunden Yoga, Atemtechniken (Pranayama) und Meditationen, bevor es um 8 Uhr ein Frühstück in Stille gab – das heißt, niemand hat geredet. Das war zunächst ungewohnt, aber nach dem zweiten Tag fühlte es sich gar nicht mehr komisch an. Hier seht ihr beispielhaft mal einen Tagesablauf:

YLA_Intensivwoche_Tagesablauf

Apropos Frühstück: Das Essen war wirklich fabelhaft. Regional und biologisch stets frisch gekocht, gab es vegetarisches und veganes, ausgewogenes Essen. Von ganz viel Kürbis über Fenchel und Dhal, hinzu selbstgebackenem Brot, viel Gemüse und Obst und anderen Köstlichkeiten wie Porridge, Haferbrei oder sogar veganem Kuchen. So ein leckeres Essen hätte ich nicht erwartet!

YLA_Intensivwoche_Speiseraum

Dann stand bis zum Mittagessen (und danach) Yogatheorie auf dem Plan: Hands-On und Adjustments etwa – das heißt, wir haben gelernt, wie wir Menschen in den Asanas, also den Übungen unterstützen können und darauf achten, dass sie die Haltungen so ausführen, dass sie den größtmöglichen Nutzen daraus ziehen und die Verletzungsgefahr minimiert wird. Hier konnten wir viele Dinge, die wir im Anatomie-Workshop zwei Wochen zuvor behandelt haben, schon anwenden. Zudem haben wir uns intensiv mit Yogastundenaufbau, dem sogenannten Sequencing befasst und gelernt, wie eine Yogastunde aufgebaut wird. Wie finde ich ein passendes Thema? Welche Asanas möchte ich einbauen? Welche Muskelpartien muss ich dafür aufwärmen und vorbereiten? Welches Warm-Up benötige ich? usw. Nachdem wir in Gruppenarbeiten Stunden aufgebaut haben, haben wir diese auch gegenseitig unterrichtet, was ich besonders aufregend fand! Präsentationen halten finde ich nicht schwierig und kann ich auch ohne Notizen, aber einen Yogaflow mit Bewegungsabläufen anleiten ist etwas, was sich noch ganz anders anfühlt! Das größte Learning in diesen Tagen war definitiv: Druck rausnehmen und versuchen, Leichtigkeit zu finden. Das fällt mir gar nicht so leicht, aber ich bin davon überzeugt, dass es mit der Zeit und vor allem Übung, Übung, Übung besser wird. Wer von euch sich also gerne von mir unterrichten lassen möchte, möge sich melden 😀 Online-Unterricht ist bestimmt nochmal eine ganz eigene Klasse für sich!

Seminarraum bei der Yogalehrerausbildung mit Yogamatten auf dem Boden sowie Notizbüchern, Stiften und den Ausbildungsordnern

Abends haben wir dann gemeinsam zu Abend gegessen und danach Vorträge angehört, denn jede:r von uns hatte ein Thema zugewiesen bekommen, das wir präsentieren durften. Mein Thema war “Die Anfänge des Yoga”, in dem ich auf die Ursprünge des Yoga eingegangen bin. Andere Vorträge beschäftigten sich mit berühmten Persönlichkeiten wie Ghandi oder Yogananda. Andere wiederum beschäftigten sich mit philosophischen Aspekten, etwa der Frage, ob Yoga eine Religion ist (Kurzantwort: Nein, Yoga ist keine Religion!). Den Abend haben wir dann mit einer gemeinsamen Runde abgeschlossen, in der jede:r die Eindrücke des Tages nochmal reflektieren konnte, wenn er/sie wollte. Am letzten Abend dagegen war Party angesagt: Da wir einen sehr großen Seminarraum hatten, haben wir alles zur Seite geräumt und getanzt. Es herrschte eine tolle Stimmung und jede:r bewegte sich so, wie er/sie Lust hatte. Es tat gut, einfach mal loszutanzen, denn das habe ich in einer Gruppe seit Eeeeeeewigkeiten nicht mehr gemacht! Am Ende haben wir dann noch ein Gruppenfoto gemacht, um diese besondere Zeit festzuhalten. Die Woche sehr lehrreich und spannend und ich habe extrem viel für mich persönlich, aber auch meine Yogapraxis mitgenommen.

Reisekultur

Eeendlich Urlaub! Ich war wirklich urlaubsreif. Da ich dieses Jahr noch nicht länger als vier Tage am Stück Urlaub hatte, war es jetzt allerhöchste Zeit, mal länger freizumachen. Ich mag meinen Job und mache ihn (allermeistens :)) auch gerne, allerdings ist er auch recht zeitintensiv. Gerade in den letzten Wochen standen einige Projekte einerseits vor dem Abschluss und andererseits wieder neue in den Startlöchern, die geplant und umgesetzt werden wollten. Im November bin ich allein auf vier Tagungen, was es umso wichtiger machte, dass ich dafür neue Kraft tanken konnte. Und um dem grauen, verregneten Herbst für kurze Zeit zu entfliehen, sind wir nach Ägypten gereist. Ich war noch nie in Ägypten und sehr gespannt, was mich erwarten würde. Da wir sonst Rundreisen machen, war es ungewohnt, die ganze Zeit an einem Ort zu sein – aber nach diesen stressigen Monaten genau da richtige, einfach mal herunterzufahren und nichts auf der Agenda zu haben. Keine Termine, keine To-Do´s, keine großen Pläne. Sich einfach treiben lassen.

Ägypten_Meerwasser_Korallen

Da bin ich, ehrlich gesagt, gar nicht mal so gut drin – meistens habe ich das Gefühl, ich müsste produktiv sein und etwas machen, statt einfach mal herumzuliegen und auf das Meer zu schauen. Ich könnte ja auch neue Contentideen überlegen oder nach Themen für meine Abschlussarbeit schauen oder, oder oder. Oder “einfach mal” nichts tun. Ich brauchte ein paar Tage, aber dann klappte doch recht gut. Ich schnorchelte viel, hatte Zeit zum Lesen und Schwimmen und genoss das Nichtstun. Ein besonderes Highlight: Freunde von uns waren zufällig zur gleichen Zeit nur zwei Hotels von uns entfernt, was natürlich bedeutete, dass wir auch hier gemeinsam Zeit verbrachten, viel erzählten, Spiele spielten und einfach – ja, bald ging es ganz gut – einfach eine gute Zeit hatten.

Interiorkultur

Vor dem Urlaub haben wir es noch geschafft, das Büro weiß zu streichen. Zwei Wände waren noch farbig und da ich dort eine Yogaecke gestalten möchte (Beitrag folgt in Kürze!), wollte ich das noch vor dem Urlaub erledigen. Es ist einfach soo erstaunlich, wie eine andere Farbe einen Raum ändern kann! Was bei dem Büro den größten Unterschied gemacht hat: Es ist soooo viel heller! Vorher war eine Wand dunkelblau und das hat richtig viel Licht geschluckt.

Das wurde mir aber auch erst bewusst, als ich den Unterschied gesehen habe. Die dunkelblaue Wand mussten wir auch nur zweimal streichen und schon war alles abgedeckt – das hat mich sehr erleichtert, weil es ja nicht immer unbedingt einfach sein muss, dunkle Wandfarben zu überstreichen. Tapeten abreißen und neu streichen wäre mein absoluter Albtraum gewesen 😀 So feile ich nun an den letzten Dekodetails und wenn das Ergebnis in Kürze fertig ist, lasse ich euch natürlich daran teilhaben!

Und jetzt zu euch: Was ist bei euch in den letzten Wochen so passiert? Habt ihr auch noch Interiorprojekte auf dem Plan, jetzt, wo der Winter naht? Könnt ihr gut entspannen oder habt ihr das Gefühl, ihr könntet dies oder das noch erledigen?

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13 Comments

    • Kulturblazer

      Liebe Mira,
      jaa, war zwischendurch echt früh, wenn man erst gegen 22 Uhr ins Bett kommt und einen nicht unanstrengenden Tag hatte – aber es war wirklich eine tolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
      Hab eine tolle Woche!

  • S.Mirli

    Liebe Vanessa, also ab und zu frage ich mich, wie du das alles unter einen Hut bekommst. Und du hättest schon was sagen können, dann hätte ich mich in deinem Koffer versteckt und wäre mit dir nach Ägypten gekommen – war ich nämlich noch nie und möchte ich auch unbedingt einmal hinreisen. Ich kann mir vorstellen, wie gut das getan hat. Und deine Yogaausbildung finde ich ja sowieso unglaublich spannend. Ich hatte anfangs auch speziell mit der Schlussentspannung bzw. mit den ruhigen Elementen am meisten Probleme. Ich habe es einfach nicht geschafft, meine Gedanken am Punkt zu belassen und bin im Kopf schon die Einkaufsliste für die nächste Woche durchgegangen, aber tatsächlich ist es von Monat zu Monat besser geworden. Ich bin so gespannt, was du noch weiter berichten wirst. Ich wünsche dir einen grandiosen restlichen November und freue mich auf neue Posts von dir. Alles, alles Liebe, x S.Mirli
    https://www.mirlime.at

  • Nicole Kirchdorfer

    Wow, Vanessa, da ist bei Dir ja yogi-entspanntes Highspeed angesagt, hihi…genau Dein Ding, so wie ich Dich bislang kennengelern habe…
    Und was Ägypten betrifft. Dieses Entspannen weit weg hat es auch echt mal gebraucht. Ging mir mit Korfu auch so…und gut, dass wir es gemacht haben, denn so wie ich das sehe ist auf absehbare Zeit wieder alles im Corona-Stillstand.
    Naja. Hauptsache gesund und entspannt 🙂
    Namaste.

    • Kulturblazer

      Hi Nicole,
      jaaa, das war wieder Urlaub auf letzter Rille in mehreren Punkten, so war das mit Italien letztes Jahr auch…denn ich glaube auch, das wird jetzt wieder ein wilder Winter. Aber Kopf hoch und wie Frederick, die kleine Maus aus dem Kinderbuch viele Sonnenstrahlen sammeln – die hatte ich heute sogar hier, war ein herrlicher Herbsttag!
      Viele Grüße!

  • Wonderful Fifty

    Liebe Vanessa, mit deiner Yogaausbildung hast du den richtigen Schritt gemacht – das ist eindeutig an der Begeisterung ersichtlich, in der du darüber berichtest. Ich kann mir zudem gut vorstellen, dass so eine Woche natürlich einerseits das Yogaprogramm näherbringt, aber andererseits auch viele persönliche Erfahrungen und Neuentdeckungen einschließt. Wobei ich gleich mal grinsen musste – ein Frühstück um 8 Uhr in aller Stille, das wäre absolut was für mich. Ich bin der geborene Morgenmuffel und genieße die Stille und Ruhe in der Früh und bin da auch nicht wirklich gesprächig 😉 Es freut mich total, dass es bei dir mit einem richtigen Erholungsurlaub geklappt hat – gerade noch zur richtigen Zeit muss man da sagen, wenn man sich die aktuelle Entwicklung ansieht. Wir haben erst vor kurzem festgestellt, dass unser letzter richtiger Urlaub bereits fast zwei Jahre zurückliegt. Aber ich kann es dir so richtig nachfühlen, auch wenn man seine Arbeit gerne macht und auch vor Mehrarbeit nicht zurückscheut, hin und wieder ist es trotz allem notwendig seine Energiereserven wieder aufzutanken. Doch selbst dann fällt es einfach schwer, mal ruhig zu bleiben und nicht schnell das und jenes zu erledigen oder zu planen.
    Ich wünsche dir einen ganz wunderbaren November, nimm die Gelassenheit aus deinem Urlaub und die Bereicherung durch Yoga mit durch die graue Zeit, alles, alles Liebe Gesa

    • Kulturblazer

      Hi Gesa,
      das ist schön, dass die Begeisterung rüberkommt – ich liebe es auch sehr 🙂 Das Frühstück in Stille war auch angenehmer, als ich gedacht hätte und es war auch irgendwie besonders, sich mit Blicken zu grüßen oder ein Lächeln zuschicken, so ganz ohne Worte.
      Ja, es war jetzt höchste Zeit mal durchzupusten und zur Ruhe zu kommen. Das hat sehr gut getan.
      Ganz viele Grüße an dich, meine Liebe!

  • Sigrid

    Liebe Vanessa,

    das etwas langsamere Leben tut Dir bestimmt gut nach dem aufregenden Oktober. Soweit mir es die Zeit zuließ habe ich alle Deine Stories und auch Posts zur Yogalehrerausbildung verfolgt und freue mich nach wie vor für Dich, dass Du Dir das zutraust und vor allem das Du darin aufgehst und es Dir Freude macht. Und die Leichtigkeit wird sich früher oder später mit Sicherheit einstellen. Auf Dein fertiges Büro mit Yoga-Ecke bin ich gespannt. Als wir vor 20 Jahren hier einzogen gestalteten wir alles weiß, Wände, Decken, Fußboden, etliche Möbel, weil ich Angst hatte, das Loft würde zu dunkel werden. Mittlerweile gibt es eine braune Tapete, ein paar anthrazitfarbene Wände und eine freigelegte Backsteinwand. Eine Interiorikone hat mir mal gesagt, dass sich der Interiorgeschmack circa alle 10 Jahre ändert, demnach kommt dann bei mir auch bald wieder weiß.

    Herzliche Grüße und schöne Restwoche noch
    Sigi

    • Kulturblazer

      Hi Sigi,
      ja, du sagst es – hat wirklich gut getan, auch etwas zu entschleunigen (wenn auch in Teilen unfreiwillig, weil krankheitsbedingt). Ohh, eine freigelegte Backsteinwand – die sieht bestimmt total genial aus, sowas wäre auch ein Traum von mir. Ich wäre mal super gespannt, wie es bei dir zu Hause aussieht, eine Room Tour wäre doch mal spannend 😀
      Liebe Grüße und einen wunderbaren Montagabend!

    • Kulturblazer

      Hi Isabella,
      lieben Dank dir! Ich hoffe, du hattest einen guten Wochenstart! Mir gefällt die Yogaecke total gut, liebe sie jetzt schon seeehr 🙂
      Viele Grüße und guten Start in die Woche!

  • Sandy

    Wow, die Yoga-Woche klingt ja total spannend :). Frühstück in Stille ist mein Traum, haha. Klingt total entspannend, wenn auch etwas ungewohnt. Aber man lernt bestimmt, achtsamer zu essen und alles sehr bewusst wahrzunehmen.
    Wir sind ja vor kurzem umgezogen und haben in unserer Wohnung auch eine Fläche, die wir bisher noch nicht eingerichtet haben. Diese möchte ich auch als kleine Yoga-Ecke einrichten und einfach einen entspannten Ort daraus machen. Ich bin schon total gespannt, wie deine aussieht.

    Liebe Grüße
    Sandy GOLDEN SHIMMER

    • Kulturblazer

      Hi Sandy,
      das war es auch 🙂 Ja, die Achtsamkeit und die erhöhte Aufmerksamkeit waren definitiv da 🙂 Das klingt super, ich bin gespannt, wie dann deine Yogaecke aussieht!
      Ganz liebe Grüße!

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