Kulturkolumne_Schreiben_Tagebuch
Gedankenkultur,  Hörkultur,  Kulturkolumne,  Trendkultur

Kulturkolumne #2

Werbung, unbeauftragt.

Trendkultur

Berlin Fashion Week

In der letzten Kulturkolumne hatte ich über die Berlin Fashion Week berichtet und war gespannt, was dort gezeigt wird. Eine richtige Week war es nicht, denn sie ging von Montag bis Donnerstag (15.01.-19.01.2019). Neben diversen Schauen, dem Berliner Salon und weiteren Ausstellungen ist auch die Modemesse Panorama ein wichtiger Pfeiler. Mit über 600 Marken, die ihre Kollektionen dort präsentieren, zählt sie zu den größten Fashionmessen in Europa. In diesem Jahr hatte die Panorama so viele Besucher wie noch nie. Im Vergleich zum letzten Winter waren es lt. CEO Jörg Wichmann rund 20 % mehr Besucher. Ein Punkt, der dafür spricht, dass Berlin als Standort wohl doch immer noch geschätzt wird. Neben den Schauen und den Messen präsentieren auf der Neo.Fashion Absolventen von Modehochschulen ihre Kollektionen, was ebenfalls als Zeichen gesehen wird, dass die BFW vor allem die Förderung neuer Talente fokussieren möchte.

Kommen wir zu den Shows: Die neue Kollektion „Men at Work“ von Lena Hoschek hat mir besonders gut gefallen. Dabei nutzt sie die männlichen Elemente der Mode und adaptiert sie in den für sie so klassischen femininen Look. Meine große Liebe war auch dabei: Karos, Tweed in Kombination mit tollen Blazern, super geschnitten. Aber auch viele Westernelemente mit Denim in Form von Hemden oder Jeans kombinierte sie mit passenden Hüten, wie dem klassischen Stetson, den jeder aus Cowboyfilmen kennt. Hüte waren ohnehin ein Thema: So gab es auch klassische Caps, Baker Boy Hats oder Baskenmützen zu sehen. Utiliytelemente wie Camouflageoptik und aufgesetzte Taschen setzte sie auf Röcken oder Kleidern um. Der Mix war einfach super und von den rund 50 Looks waren sehr viele dabei, die mir sehr gut gefallen haben.

Auch William Fan hat nicht enttäuscht. Im Knutschfleck, einer Varieté-/Karaokebar in Berlin, ließ er seine Models in seiner neun  Kollektion „It´s your time to shine“ wortwörtlich über Tresen und Bänke laufen. Und auch er hatte Karo, sehr große sogar. Ein Trend, der uns also auch weiterhin als solcher erhalten bleibt. Zudem gab es einen wilden Materialmix mit Cord, Satin sowie Samt und viel Blingbling durch Paillettenkleider und -mäntel. Auch sehr stark vertreten: Sneaker. Der Athleisuretrend bleibt ein zentrales Thema in der Mode, was ich persönlich richtig spannend finde. Hier ist in den letzten Jahren so viel passiert, gerade durch Marken wie Off-White, Vetements (Chefdesigner Demna Gvasalia ist nun auch Creative Director bei Balenciaga) oder Surpreme, die die (Sport-)modewelt auf den Kopf gestellt und viele Diskussionen angeregt haben.

Die nächste Berlin Fashion Week findet vom 06.07-09.07.2019 statt und widmet sich der Frühling/Sommermode 2020.

Neue Trends sind auf dem Weg

Draußen liegt gerade der Schnee und trotzdem sehe ich mich jetzt schon in leichteren Kleidungsstücken in der Frühlingssonne flanieren. Zwar ist es im Februar gefühlt noch ein langer Weg bis zum Frühling, aber dann lässt er sein blaues Band doch schneller wieder durch die Luft flattern als gedacht. Daher schaue ich mich nun schon einmal um, was im Frühling/Sommer modetechnisch auf uns zukommt. Es gibt schon einige Trends, die ich sehr interessant finde und auch einige, wo ich mir sicher bin, dass sich diese eher nicht mit meinem Stil vereinbaren lassen. Aber darüber gibt es dann selbstverständlich einen gesonderten Beitrag. Den optischen Vorboten für den diesen Trendpost seht ihr hier schon…

Schlangenprint_Muster_Detail

Gedankenkultur

Plan A und B

Wie bereits erwähnt: Pläne zerschlagen sich manchmal. Und das enttäuscht oder schmerzt. Ich versuche mich in solchen Momenten daran zu erinnern, dass es meistens ein Zeichen dafür ist, dass etwas Anderes kurz bevor steht. Vielleicht sogar etwas Besseres. Aber wenn ich mich in dem Moment befinde, ist es nicht so leicht, sich mit diesen Gedanken selbst wieder heraus zuziehen. Aber heute kann ich sagen: Plan A ließ sich nicht umsetzen und wurde demnach verworfen. Enttäuschung war das Resultat. Also was muss her? Plan B. Und der steht jetzt und macht mich richtig happy. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass das noch viel besser wird als Plan A. Worum es sich handelt, darüber schreibe ich noch.

Bullet Journal

Meinem Bullet Journal geht es sehr gut und ich bin sehr glücklich damit. Es umfasst neben einem Mood Tracker, einem Habit Tracker und der obgliatorischen Monats-und Wochenübersicht vor allem viele Seiten bezgl. meiner gesetzten Ziele und deren Umsetzung. Dabei habe ich auch meinen Fokus auf dem Habit Tracker, der meine Routinen verfolgt, die ich etablieren möchte, wie regelmäßig Yoga zu machen und auf meine Ernährung zu achten.

Der Kreativitätsprozess wurde dadurch erst angestoßen worden und nach und nach fallen mir vermehrt Dinge ein, die ich festhalten möchte. Zum Beispiel Bücher, die ich unbedingt noch lesen möchte etwa. Klar, dafür könnte ich auch digitale Wunschzettel nutzen, aber ich mag das analoge Schreiben einfach zu sehr. Oder wenn ich Zitate lese, die mir gefallen, notiere ich sie als Reminder ebenfalls in meinem BuJo. Nicht alles muss ich zwangsläufig online erledigen. Diese Art des Schreibens und Manifestierens von bestimmten Dingen in meinem Alltag gefällt mir einfach ziemlich gut momentan.

Esskultur

Wenn wir eben schon das Thema Ernährung angeschnitten haben: Ich habe diese Woche einen Tag vegan gegessen. Das mag jetzt für manche kein großes Ding sein, aber für mich war es das schon. Vegetarisch zu essen fällt mir nicht schwer, zumindest für eine vergleichsweise kurze Zeit wie eine Woche. Aber vegan? Da fallen schon viele Lebensmittel weg, die ich gerne esse: Körniger Frischkäse, Quark, Mozzarella, Eier. Natürlich gibt es zu vielen Dingen Alternativen, aber da ich eher nicht vorhabe, vegan zu leben, reichen mir die für einen Tag meines Experiments in jedem Supermarkt erhältliche Dinge wie Sojajoghurt oder Hafermilch. Oder einfach keine Ersatzprodukte nutzen, sondern „drum herum“ essen.

Gemüse_salat

What I eat in a vegan day

Morgens: Sojajoghurt mit Heidel- und Himbeeren, Leinsamen, Zimt und Kurkuma. Da ich Sojajoghurt mag, muss ich das nicht süßen oder anderweitig den Geschmack verändern.

Mittags: Grüner Salat mit diversem Gemüse und Apfelessig.

Snack: Rohkost (Möhren und Paprika) und einen selbstgemachten, grünen Smoothie.

Abendessen: Veganen Burger mit Fritten und veganen Soßen bei Hans im Glück. Dort gibt es viel Auswahl für Veganer, das passte für mich ganz gut.

Fazit des Experiments

Mich einen Tag vegan zu ernähren war recht easy. Auch wenn Veganer dies belächeln mögen, ist es für mich auf jeden Fall eine interessante Erfahrung, mit der ich mich selbst mal testen wollte. Vor allem habe ich gemerkt, dass ich noch aufmerksamer auf Inhaltsstoffe und Herstellungsprozesse von Lebensmitteln geachtet habe. Da ich diesen Tag ja geplant hatte, gab es aber keine Überraschungen und ich konnte die Mahlzeiten vorbereiten bzw. planen, ohne in Situationen zu geraten, wo ich keine Alternativen hatte.

Auf längere Sicht sieht das sicherlich anders aus, gerade wenn das Bestreben darin liegt, dem Körper alle Nährstoffe zuzuführen. Das ist ja schon bei einer Vollkosternährung ohne Ausschluss von Lebensmitteln häufig nicht vollständig gegeben. Daher ist es meiner Meinung nach umso wichtiger, unabhängig von der Ernährungsweise, sich intensiv mit den Lebensmitteln auseinander zu setzen. Ernährung ist ein sehr interessantes und faszinierendes Thema, wie ich finde: Was mit unserem Körper passiert, wenn wir ihm unterschiedliche Lebensmittel zuführen, welchen Einfluss und welche Auswirkungen eintreten können, sowohl innerlich als auch äußerlich. Kleiner Buchtipp dazu: In „Darm mit Charme“ schreibt Guilia Enders spannend und informativ über den Darm, die Verdauung und die Stoffwechselprozesse, die dadurch beeinflusst werden. Ich kann euch das Buch nur ans Herz legen.

Es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich so ein Ernährungsexperiment durchführe, auch wenn die Auswirkungen auf meinen Körper bei einen Tag sicherlich gegen 0 tendieren, sondern mehr eine mentale Geschichte war. Vielleicht weite ich genau aus diesem Punkt des Interesses das Experiment später auf mehrere Tage aus.

Lesekultur

Aktuell lese ich von Ken Follet „Kinder der Freiheit“. Es ist das letzte Buch seiner Jahrhundert-Trilogie, einer Chronik des 20. Jahrhunderts: Die drei Bücher beschreiben die verbundenen Lebensgeschichten von fünf Familien aus den USA, Deutschland, Russland und Großbritannien, vom Ersten Weltkrieg über den Zweiten Weltkrieg bis hin zum Mauerfall 1989. Wie ihr unschwer erkennt: Die Bücher sind sehr historisch geprägt. Genau deswegen liebe ich sie, da mich Geschichte interessiert. 

Buch_Ken_Follet_Kinder_der_Freiheit

Die Personen und Handlungsstränge sind sehr dicht und packend beschrieben. Gerade wie die fiktiven Figuren tatsächliche Ereignisse erleben, auf diese reagieren und mit historischen Persönlichkeiten wie John F. Kennedy oder Winston Churchill interagieren, finde ich interessant. Dabei legt Ken Follet hohen Wert auf inhaltliche und historisch belegbare Korrektheit. Allein dafür verdient er Respekt hinsichtlich der intensiven Recherchearbeit, die dafür notwendig gewesen ist. Der Mix aus Charakteren der vorherigen Bücher, die durch in ihrem Leben erlebte historische Begebenheiten geprägt worden sind, in Verbindung mit den neuen Charakteren, wie etwa den (Enkel-)kindern, ermöglicht eine vielschichtige Sicht auf die Ereignisse. Für mich eine lesenswerte Reise durch die Familiengeschichten vor dem Hintergrund der spannenden politischen Entwicklung, die unsere Welt im letzten Jahrhundert erlebt hat.

Hörkultur

Guter Hip-Hop geht immer.

Buchhinweise

Ken Follet
Kinder der Freiheit
Verlag: Bastei Lübbe
Erstauflage: 11. März 2016

Guilia Enders
Darm mit Charme
Verlag: Ullstein Verlag
Erstauflage: 07. April 2017

Blogfeed
Bloglovin

Blogverzeichnis - Bloggerei.de

2 Kommentare

  • Nicole

    Es freut mich, dass du mit deinem Plan B nun happy bist. Ich kenne das, dass ich auch erst verunsichert bin, wenn etwas nicht so klappt, wie ich es mir vorgenommen hatte und mir dann den Kopf zerbreche. Aber mit etwas Abstand sieht man dann, dass die Dinge genau so gekommen sind wie sollten und man mit dem Plan B viel glücklicher ist. Freut mich also , dass du das Fazit auch ziehen kannst.

    Hut ab zu deinem veganen Tag. Ich ernähre mich zwar nicht vegan, musste mich aber in den letzten Monaten auch verstärkt mit den Inhaltsstoffen von Lebensmittel auseinandersetzen, da ich eine Lebensmittelunverträglichkeit habe und ganz ehrlich, das ist echt ein Dschungel und oft versteckt sich immer noch Laktose in Lebensmittel wo man es gar nicht erwartet. Fertiggerichte habe ich deshalb fast komplett aus meiner Ernährung gestrichen und merke schon dass es mir viel besser gut, wenn ich weiß was im Essen steckt und das alles an meine Unverträglichkeit anpassen kann. Ärgerlich für mich als Studentin ist aktuell nur, dass Produkte ohne Laktose dann wesentlich teurer sind. Mich komplett vegan zu ernähren könnte ich mir aber nicht vorstellen, zwar greife ich gerade in Cafes oft zu den veganen Alternativen, gerade bei Kuchen, Waffeln, Eis und anderne Süßigkeiten ist das für mich ja praktisch, da ja keine Milchprodukte drinnen sind, aber es gäbe auch Produkte die ich dann auf meinem Essensplan zu sehr vermissen würde.

    Dankeschön für dein liebes Kommentar Vanessa,
    dann drücke ich dir mal die Däumchen, dass du es auch mal zur Frankfurter Buchmesse schaffst ;). Also meine liebste Buchreihe ist Harry Potter, das ist einfach die Reihe meiner Kindheit und Jugend, weshalb sie immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben wird. Ansonsten mag ich aber auch die Tribute von Panem Reihe oder im Krimibereich die Rizzoli & Isles Reihe. Das waren jetzt leider mehr als eines, aber müsste ich mich auf eines festlegen dann definitiv Harry Potter. Was wäre es denn bei dir?

    Ich kann aber verstehen, dass du Riverdale aufgegeben hast. Ich quäle mich aktuell nur durch in der Hoffnung die vierte Staffel wird wieder besser. Tausche mich immer mit einer Freunde über jede Folge aus und sie meinte auch schon, wenn die Qualität noch weiter sinkt, weiß sie auch noch nicht ob sie weiter schaut. Jetzt waren die letzten beiden Folgen aber wieder etwas besser, sodass wir noch dranbleiben xD. Ich hatte in Modern Familiy mal reingeschaut, aber Sitcoms sind nicht emin Genre, tue mich damit echt schwer. Aber die Freundin mit der ich immer über Riverdale plaudere, ist auch ganz verrückt nach Modern Family und wartet auch auf die neuen Folgen. Das ja leider auch so ne Serie, wo man hierzulande sehr hinterherhängt.

    • Kulturblazer

      Hi Nicole,

      wow, danke dir für deinen ausführlichen Kommentar!
      Darin liegt auch die große Kunst und gleichzeitig Herausforderung, nämlich eine Distanz zu diesen Dingen aufzubauen, die nicht zu ändern sind und die Chancen darin zu sehen. Es ist eben ein Prozess, aber mich freut es auch, wenn diese Erkenntnis bzw. Sichtweise sich schneller einstellt als früher 🙂

      Eine Freundin von mir hat Fructoseintoleranz und das finde ich es auch verrückt, wenn sie erzählt, wo dies überall eingesetzt wird. Ich finde es schon krass, wie sehr die Anzahl der Menschen mit Intoleranzen in den letzten Jahren zugenommen hat. Vor 5 oder 10 Jahre kannte ich kaum Menschen, die eine Intoleranz gegen Lactose, Fructose, Gluten, etc. hatten. Dann wird es natürlich notwendig, auf solche Dinge zu achten, die auch eben mit höheren Kosten verbunden sind. Ich denke, wenn die Nachfrage danach steigt, wird es hoffentlich auch immer mehr Alternativen geben, die dann auch erschwinglicher werden.

      Ja, ich habe das definitiv vor, nicht unbedingt dieses Jahr, aber das steht auf meiner Liste. Meine liebsten Bücher möchte ich auch demnächst vorstellen, da ich im Zuge einer Aufräumaktion auch meine Bücher sortiert habe. Die waren zuletzt in Bücherregale gequetscht, die gar nicht genug Platz boten. Meine liebste Buchreihe ist bis zum heutigen Tage „Gossip Girl“. Harry Potter würde auf Platz 2 folgen 😉 Die Buchreihe „Gossip Girl“ ist kaum vergleichbar mit der Serie, denn die Bücher sind weitaus zynischer und mit mehr schwarzem Humor geschrieben – was natürlich für eine Serie in der Form nicht unbedingt massenkompatibel ist, weswegen sie die Grundzüge schon übernommen haben, aber es eben für die Zuschauer zugänglicher gemacht haben, was Charaktere und Stimmung, etc. angeht.

      Aktuell habe ich mich auf Staffel 2 von American Crime Story fokussiert, weil ich die erste Staffel mit dem Prozess über O.J. Simpson so spannend fand. In der Staffel 2 dreht sich alles um den Mord an Gianni Versace aus dem Jahr 1997. Die Charakter sind meiner Meinung nach super besetzt und aufgearbeitet – ich bin jedenfalls gefesselt 🙂

      Liebste Grüße,
      Vanessa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.