Kulturkolumne_Schreiben_Tagebuch
Gedankenkultur,  Hörkultur,  Kulturkolumne,  Trendkultur

Kulturkolumne #3

Werbung, unbeauftragt.

Trendkultur

Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, die Vögel zwitschern, 16 Grad. Der Blick auf den Kalender: Februar. Gib den Menschen im August 15° und alle ziehen dicke Pullis und Winterjacke an. Gib den Menschen 15° im Februar und alle haben kurze Hose und T-Shirt an + ein Eis in der Hand. Auch meine Vorfreude auf die wärmeren Tage knipst die Sonne mit ihren Strahlen an – auch wenn ich es nach wie vor etwas gruselig finde, dass das Wetter jetzt so ist, wie es ist. Kalendarisch ist es aber tatsächlich nicht mehr so weit bis zum Frühling. Und wir haben alle Lust auf andere Dinge als Strickpullis und dicke Jacken, nicht wahr?

Ich habe mir daher in Anbetracht des Wetters und mit der Aussicht, bald wieder mehr Knöchel zu zeigen, meiner Leidenschaft für Karos gefrönt – und mir eine karierte Hose gekauft. Ich liebäugelte schon lange mit den unterschiedlichsten Modellen und diese ist es dann geworden. Dabei handelt es sich um recht große Karos in weiß, gelb und grün auf schwarzem Stoff, knöchellang. Stylen werde ich sie vor allem zu schwarzen und weißen Looks mit Loafern oder Vans.

Das Wetter der letzten Tage hatte schon knöchelfrei-Potential mit viel Sonnenschein und mich dementsprechend nach draußen gezogen, zum bummeln und spazieren gehen. Ich bin ja bekennender Fan der Essie-Nagellacke und habe sie Kollektion Serene Slate bereits länger beobachtet. Die Kollektion besteht aus mineraligen Grautönen mit leichtem Farbeinschlag. Minimalismus und Ruhe also auch in dieser Essie-Edition. Besonders angetan hatte es mir on mute, ein dunkelgrauer Ton. Eigentlich recht basic, aber ich habe bereits länger einen schönen Ton ohne Metallicschimmer gesucht. Ich liebe den schwarzen licorice, aber manchmal hätte ich gern etwas weniger Dunkles. Da ich sowieso ein Fan von der Farbe Grau bin, war es also eigentlich längst überfällig.

Gedankenkultur

Die Petition von Nike van Dinther alias Nike Jane gegen die geplante Studie von Jens Spahn zur Untersuchung seelischer Folgen von Schwangerschaftsabbrüchen finde ich absolut notwendig und stehe zu 100 % hinter Nike. Diese Petition und die Diskussion, die sie antriggert, ist so relevant, denn sie beschäftigt sich mit einer Frage, die auch noch im Jahr 2019 sehr wichtig ist: Wo beginnt die Autonomie des Einzelnen und wo hört sie auf? Viele Blogger bleiben hinsichtlich ihrer (politischen, moralischen, etc.) Ansichten unter dem Radar, bzw. thematisieren diese nicht. Häufig passt es eventuell auch nicht in den Blog, gerade wenn er sehr nischig ist. Und natürlich möchte nicht jeder seine Meinung dazu ins Internet schreiben, was ich auch nachvollziehbar finde.

Esskultur

Nachdem ich kürzlich schon einen Tag vegan gegessen habe und mir dies sehr gut gefallen hat, habe ich das diese Woche direkt wiederholt. Da mich zur Zeit eine Erkältung in Schach hält, ist es vermutlich umso wichtiger, dem Körper Lebensmittel zuzuführen, die mich wieder fit machen. Seit meinen Neujahresvorsätzen möchte ich mind. zwei Tage in der Woche auf Süßigkeiten verzichten, also alles was industriell verarbeitet ist. Letzte Woche ist mir das nur mäßig gelungen. Tatsächlich hatte ich dagegen nur zwei Tage, wo ich KEINE Schokolade gegessen habe. Mein Bullet Journal mit dem Habit Tracker führt mir dies leider schmerzlich vor Augen. Was heißt leider, was heißt schmerzlich. Ich bin froh, es so im Überblick zu haben und die Fakten genau zu sehen. Gefühlt kam es mir nämlich nicht so vor, dass es eher genau umgekehrt war. Daher finde ich es gut, es mir bewusst zu machen. Wichtig ist, nicht in diese „Alles-oder-nichts“-Haltung zu verfallen, nach dem Motto: Ach, jetzt habe ich meinen Vorsatz schon nicht gehalten, jetzt ist es auch egal. Sondern genau dann dran zu bleiben.

Tatsächlich war ich an dem Tag mit meinem Sojajoghurt mit Haferflocken, Heidelbeeren, Kurkuma und Zimt sowie einem Salat und meinem grünen Smoothie ziemlich ähnlich unterwegs wie beim ersten Mal. Allerdings sind dies auch Lebensmittel, die ich sehr häufig esse, einfach, weil sie mir gut schmecken und leicht zu variieren sind. Beim Abendessen in einem Restaurant habe ich einen veganen Burger gegessen. Ich hatte den veganen Tag extra auf diesen Tag gelegt, weil ich wusste, dass das Restaurant vegane Gerichte anbietet. Selbst ich als Nicht-Veganerin, deren Fokus nicht darauf liegt, nehme wahr, dass vegane Gerichte nach und nach Einzug in die Gastronomie halte, sogar in rustikale Restaurants, wo ich es nicht erwartet hätte. Gut so!

Veganer Burger_

Lesekultur

Besonders gefallen hat mir der Artikel von Nicole von smalltownadventure, in dem sie ihre liebsten Reads der Woche vorstellt. Das finde ich großartig! Denn es geht darum, dass wir gemeinsam unsere Leidenschaft teilen und uns darin supporten – ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Was du rausgibst, kommt zu dir zurück. Ursache und Wirkung. Karma as simple as that.

Das Interview am Bloggerstammtisch mit Lara und Julia war sehr interessant. Ich liebe Bücher und bin ebenfalls immer auf der Suche nach neuen Inspirationen. Da greife ich gerne auf Empfehlungen zurück, die mir nicht irgendein Algorithmus aufzeigt. Ich schaue mich auch gerne außerhalb meiner gewohnten Leseblase um. Julias Blog lesenlieben greift viele unterschiedliche Genres auf, daher kann ich mich hier inspirieren lassen, wenn mir der Sinn nach einer anderen Richtung steht.

Neben dem Interview der Vogue mit Nike van Dinther gefiel mir auch der Blogpost von Masha Sedgwick über das Thema, stolz auf sich selbst zu sein, sehr gut. Er greift die positive Eigenkommunikation auf, die so unheimlich wichtig ist, um glücklich zu sein. Uns mal bewusst zu machen, was wir eigentlich schon alles in unserem Leben erreicht haben. Das hat nichts mit Arroganz zu tun. Oder dass wir uns anderen Menschen überlegen fühlen. Überhaupt nicht. Sondern damit, dass wir anerkennen, welche Stärken wir haben und worauf wir stolz sein können, wofür wir uns selbst loben sollten.

Nur weil wir uns selbst loben, heißt das nicht, dass damit automatisch eine Abwertung anderer stattfindet. Nur häufig wird es von der Umwelt schnell so wahrgenommen. Und wie schwer es manchen Leuten fällt, ein Kompliment für eine Leistung anzunehmen! Oft neigen wir auch hier dazu, dieses Kompliment direkt abzuwerten, nach dem Motto „Ach, das war doch nicht so schwierig“ und „Das ist nichts Besonderes.“ Wir fühlen uns schnell herausgehoben, auf eine negative Art, statt einfach mit straffen Schultern dazustehen und „Danke“ zu sagen.“ Und sonst nichts. Auch nicht zwingend die Notwendigkeit zu spüren, direkt eine Gegenkompliment zu bringen. Das sollte ohnehin nie der Grund sein, wieso Komplimente ausgesprochen werden, damit sie ehrlich bleiben. Einfach annehmen und stolz sein.

Hörkultur

Hip-Hop ist eine große Liebe von mir. Bisher gab es hier ziemlich viel Hip-Hop in der Kolumne, obwohl ich auch ein sehr großer Rockmusik-Fan bin. Musik bedeutet mir unheimlich viel. Es gibt Musiker und Songs, die mich schon seit mehreren Jahrzehnten begleiten, aber nichts desto trotz ist auch viel Gutes bei der aktuellen Musik dabei. So etwa dieser Song von Meek Mill und Drake.

Blogfeed
Bloglovin

Blogverzeichnis - Bloggerei.de

8 Kommentare

  • Lara

    Hallo Vanessa,
    Schön, dass dir mein Interview mit Julia von lesenlieben so gut gefallen hat und vielen Dank, dass du mich in diesem Beitrag erwähnt hast 🙂
    Ich freue mich sehr, dass dir das Konzept des Bloggerstammtisches so gut gefällt und dass ich bzw. Julia dich inspirieren konnten.

    Liebe Grüße
    Lara

  • Sarah

    Was für ein schöner Rückblick! ich kann deine Meinung zur Petition so gut nachvollziehen, würde aber glaub ich so etwas im Moment auch nicht auf meinem Kanal ansprechen, obwohl ich im privaten schon einen starken Standpunkt dazu habe. Aber ich möchte die Dinge doch eben nicht allzu sehr vermischen… Ist aber auch sehr schwierig, wo man selber da die Grenze zieht!
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Kulturblazer

      Hi Sarah,

      danke dir! Ich kann deine Sicht sehr nachvollziehen und würde auch nicht über jedes Thema auf meinem Blog schreiben. Die Kolumne bietet mir aber genau diesen thematischen Freiraum, um auch mal andere Dinge anzusprechen. Für mich gibt es Themen, da will ich einfach Stellung beziehen und finde es dann umso besser, wenn darüber Kommunikation und ein Diskurs stattfindet ist.
      Liebste Grüße an dich!

    • Kulturblazer

      Hallo Dorie,

      auf jeden Fall! Ich habe mir auf Pinterest eine Rezepte-Pinnwand erstellt, wo ich Rezepte von Blogs oder Rezepteseiten sammle. Mein Plan ist es, die vegane Ernähung mal auszuweitern auf mehr als einen Tag 🙂
      Liebste Grüße!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.