Kulturkolumne_Schreiben_Tagebuch
Gedankenkultur,  Hörkultur,  Kulturkolumne,  Reisekultur,  Trendkultur

Kulturkolumne #4

Werbung, unbeauftragt.

Willkommen, willkommen zur Kulturkolumne, Edition 4. In dieser Kolumne geht es um die Blogkultur und wie gegenseitiges Netzwerken aussehen kann. Zudem steige ich nun nach und nach auf Naturkosmetik, wie es dazu kommt und was sich bisher in meinem Badezimmerschrank befindet. Ganz groß im (Mode-)Fokus aktuell: Die guten, alten 90er. Dieses Wochenende steht eine 90er-Party an, für die sich natürlich ordentlich in Retroschale geschmissen werden will. Zuletzt habe ich dann bei meinem Hausarzt für irritierte Blicke und leichte Fassungslosigkeit gesorgt.

Gedankenkultur

Blogkultur

Die Blogkultur, in der wir uns bewegen, ist so vielfältig, gerade fernab von den großen Namen, die jeder kennt. So viele Menschen drücken sich kreativ über ihre Blogs aus. Sie haben Spaß am Schreiben, verfolgen leidenschaftlich ihre Interessen und haben Freude daran, wenn sie sich mit anderen Menschen verbinden können, die die gleichen Interessen teilen. Wie fantastisch ist es bitte, dass wir heutzutage dank Internet so viele Möglichkeiten haben, das umzusetzen? Das Problem: Wie finde ich diese Gleichgesinnten, in der der großen, weiten Welt der Bloggersphäre?

Blog_Schreiben

Die Lösung heißt Netzwerke. Es gibt Bloggerportale oder Netzwerkseiten, wo wir genau nach solchen Blogs, unter Umständen auch Nischenblogs, suchen können. Gerade für neue, kleinere Blogs, die nicht über die Suche via Suchmaschinen angezeigt werden, ist das eine Möglichkeit, gefunden zu werden.

Ein solches Netzwerk ist der Bloggerstammtisch von Lara. Der Bloggerstammtisch wurde von ihr ins Leben gerufen, um aus den unterschiedlichsten Themenbereichen Blogs herauszusuchen und die Blogger vorzustellen. So bin ich schon auf tolle Blogs gestoßen, die mein Interesse für Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung verfolgen. So können sich Blogger gegenseitig noch besser supporten und austauschen Ich habe mich daher total gefreut, als Lara mich angeschrieben hat, um mit mir ein Interview zu führen. Das ganze Interview mit Lara und mir lest ihr auf Laras Bloggerstammtisch. Auch auf dem Blog von Nicole fasst sie ihre monatlichen Lieblingsklicks zusammen und sammelt dort Beträge aus den unterschiedlichsten Bereichen, die ihr besonders gut gefallen haben. Diese Art des Supports und der gegenseitigen Wertschätzung für unsere gemeinsame Leidenschaft finde ich fabelhaft.

Kosmetikkultur

Aktuell bin ich ja in meinem Minimalismus-Aufräummodus, eines meiner Jahresziele für 2019. Daher habe ich angefangen, auch meine Kosmetik zu überprüfen. Was brauche ich wirklich und in welcher Qualität, mit welchen Inhaltsstoffen? Früher war mir das relativ egal, aber mittlerweile achte ich viel stärker darauf. Weniger ist mehr und Qualität vor Quantität. Mithilfe bestimmter Apps kann ich meine Produkte ja relativ einfach auf Inhaltsstoffe prüfen. Mit dem Ergebnis kann ich dann für mich überlegen, ob ich das weiter benutzen möchte oder mir eine Alternative suche. Und hier finde ich, wird es schon etwas komplizierter, denn das Angebot ist mittlerweile schon sehr umfangreich. Ich habe schon ein, zwei Naturkosmetikprodukte, aber damals mehr aus Neugier gekauft.

Jetzt wollte ich das ganze bewusst gestalten und habe mich durch viele Blogs und Reviews gelesen. Gerade Mascara scheint der heilige Gral zu sein: Eine Naturkosmetik-Mascara zu finden, die im Laufe des Tages weder bröckelt noch schmiert und trotzdem ein gutes Ergebnis liefert. Für ein gutes Puder oder eine tolle Foundation aus dem Bereich konnte ich mich noch nicht entscheiden, da bin ich noch auf der Suche und offen für Tipps!

Naturkosmetik

Das Thema Kosmetik hat für mich eine ähnliche Faszination wie Ernährung und Gesundheit. Letztlich beeinflusst alles, was ich meinem Körper zuführe meinen Output hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Wichtig ist mir dabei, nicht in irgendwelche restriktiven Dogmen zu verfallen, nach dem Motto: Ganz oder gar nicht. Das mag für manche funktionieren. Ich bin eine Freundin von Balance und höre gerne auf meinen Körper.

In Sachen Ernährung ist das ein gutes Beispiel: So verbiete ich mir keine Lebensmittel, aber frage mich: Bringt diese Tüte Chips mich meinem Ziel, fit und gesund zu sein, weiter? Reagiert mein Körper positiv darauf? Solange ich das Ziel, dass ich verfolge, nicht aus den Augen verliere, halte ich es für durchaus seelenvoll, sich nicht ständig selbst mit seinen eigenen strengen Regeln zu geißeln. Zumindest ich fahre damit sehr gut, aber das muss natürlich jeder für sich selbst feststellen.

Keiner von uns kommt hier lebend raus. Also hört auf, Euch wie ein Andenken zu behandeln. Esst leckeres Essen. Spaziert in der Sonne. Springt ins Meer. Sagt die Wahrheit und tragt Euer Herz auf der Zunge. Seid albern. Seid freundlich. Seid komisch. Für nichts anderes ist Zeit.

Sir Anthony Hopkins

Das trifft es für mich ganz gut: Entspannt bleiben 🙂

Trendkultur

In Kürze steht eine Mottoparty an. Für viele ein Graus, aber ich habe immer absurd viel Freude daran, thematisch in andere Rollen oder Zeitabschnitte zu schlüpfen. Das Thema dieser Mottoparty: 90er-Jahre. Ahh, wie passend für die heutige Trendkultur. Denn aktuell ist alles um die 90´s in der Mode besonders relevant: Bucket Hats, Bauchtaschen, klobige Sneaker, Kapuzenpullover mit „Champion“ oder „Fila“-Aufdruck sowie Radlershorts.

Irgendwie kommt alles wieder, Modezyklen wiederholen sich wie Jahreszeiten. Ist das nicht auch tröstlich? Wir Menschen wollen zwar immer wieder Neues erfahren, aber irgendwie freuen wir uns auch, wenn Bekanntes und Vertrautes zurückkehrt. Nicht in jedem Bereich, aber ein bisschen Retrocharme und Throwback macht doch irgendwie auch Spaß.

Meine Outfitidee? Ein langes T-Shirt-Kleid, darüber aufgrund des erneut aufbrausenden Winters (es scheint hier aktuell!) eine Jeansjacke, wild gemusterte Leggings, eine Bauchtasche und meine geliebten schwarzen Vans. Nicht zu vergessen: Die legendäre Tattoo-Halskette. Wenn alles steht, wird es natürlich fotografisch dokumentiert.
Neben dem 90er-Trend werden uns diese Saison noch andere Trends wie Batik und Neon begleiten. Dazu werde ich hier und da noch ein Augenmerk richten.

Reisekultur

Aufgrund meiner Reise nach Indonesien im Juni hatte ich mir vor einigen Wochen vorgenommen, meinen Impfstatus zu prüfen. Diesen hatte ich die letzten Reisen eher vernachlässigt, weil…ja, wieso eigentlich? Ich hatte es irgendwie für Reisen in die USA und Mexiko nicht als richtig wichtig erachtet. Für mich handelte es sich impftechnisch um relativ anspruchslose Länder, zumindest habe ich mich da nie speziell über Empfehlungen informiert. Nach Blick auf die Impfempfehlungen für Indonesien dachte ich: „Kann ja nicht schaden, das mal in deinem Impfpass gegenzuprüfen.“ Ergebnis: Upsi.

DISCLAIMER: Was Impfungen angeht, bin ich persönlich etwas nachlässig. Für andere mag es eine Selbstverständlichkeit sein. Ich habe meinen Impfpass bei einem Umzug verloren und da war er noch nirgendwo digitalisiert und auch nicht mehr bei meinem ehemaligen Hausarzt nachvollziehbar – der war ziemlich analog, schon Jahre bevor er in Rente ging. Also musste ich vor einigen Jahren bei 0 anfangen.

Tatsächlich habe ich Impfungen nie eine große Bedeutung beigemessen. Ich kann gar nicht so genau sagen, woran das lag, denn ich habe auch nie schlechten Erfahrungen mit Impfnebenwirkungen gemacht. Es war einfach nie wirklich relevant für mich. *Toi toi toi* bin ich auch noch nie im Urlaub oder danach durch irgendwelche Infektionen krank geworden. Mein Ziel, mit 0 Moskito-Stichen die Everglades zu verlassen, war lächerlich hoch gesteckt, obwohl ich und meine Kleidung in No-Bite getränkt waren. Nein, das ist nicht übertrieben formuliert: Ich glänzte wirklich in der Sonne – das war kein Schweiß, das war Abwehrmittel.

Everglades_Alligator
Suchbild: Wo ist der Alligator?

Meine Freunde und Familie waren geradezu überrascht, als ich erzählte, dass ich „ein paar Impfungen“ nachholen muss. „Dass du solch ein wichtiges Thema so vernachlässigst, wo du doch sonst immer bei vielen Dingen so genau bist.“ Ähhja, ok. Geht das als Kompliment durch?

So folgte vor einigen Wochen ein Besuch bei meinem Hausarzt. Mit Blick auf meine recht überschaubare Impfhistorie zog die Arzthelferin ihre Augenbrauen hoch: „Oh, wird das Ihre erste Fernreise? Sie haben ja nicht mal eine aktuelle Tetanusimpfung.“ „Najaaa….“ Sie war mittelmäßig bis stark entsetzt angesichts meiner bereits besuchten Reiseländer mit einem Impfausweis, der nicht viel mehr als meinen Namen und meinen Wohnort enthielt. Immerhin Hepathis A und B sind vorhanden, alles andere war mehr oder weniger (eigentlich eher weniger) auf Stand.

Ich gelobte also fleißig Besserung und habe daher die letzten Wochen mit regelmäßigen Impfsitzungen zugebracht. Natürlich stets ohne Termin („Neeeein, für Impfungen kommen Sie bitte so rein, da quetschen wir Sie schon dazwischen“), aber mit einem guten Buch für die Wartezeit. Neben meinen extremen Lesefortschritt kenne ich nun auch alle Arzthelferinnen mit Namen. Das schafft eine tolle persönliche Ebene, wenn dann mit der Spritze gewedelt wird.  Und jetzt sitze ich hier mit einem Impfausweis, der aber sowas von on fleek ist!

Hörkultur

In Vorbereitung auf die bald folgende 90´s Party dazu eine kleine musikalische Einstimmung.

Wie netzwerkt ihr mit anderen Bloggern? Besucht ihr Bloggertreffen? Habt ihr Tipps für Naturkosmetik? Was haltet ihr von Mottopartys?

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6 Kommentare

  • Lara

    Hallo Vanessa,
    Wieder mal eine sehr gelungene Kolumne 🙂
    Danke für die Erwähnung meines Blogs und dafür, dass du dich für ein Interview bereit erklärt hast.
    Das Interview hat mir viel Spaß gemacht, ich hoffe dir auch!

    Liebe Grüße
    Lara

    • Kulturblazer

      Hallo Lara,
      danke dir für deine lieben Worte! Das Interview war wirklich klasse und ich freue mich auf alles, was bei dir noch folgt!
      Liebste Grüße!

  • Sarah

    Ein toller Beitrag! Und ich kann dir nur zustimmen: Es gibt einfach sooo viele Blogs, dass es da echt schwer ist durchzublicken und kleine gute Blogger zu finden, die genau über die Themen schreiben, die einen interessieren. Manchmal stoße ich dann zufällig durch Facebookgruppen oder bei Instagram auf interessante Webseiten, aber die meisten der Blogs, die ich regelmäßig lese, kenne ich mittlerweile schon seit vielen Jahren 😀
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Kulturblazer

      Hi Sarah,
      so geht es mir auch, ich habe auch meine „Stamm“-Blogs, die ich regelmäßig besucht. Ich bin aber auch immer wieder erfreut, wenn ich auf neue Blogs treffe, die mich wirklich fesseln und neuen Input geben. Deinen Blog habe ich, glaube ich, auch über eine FB-Gruppe gefunden, wenn ich mich recht erinnere 🙂 Ich finde es toll, wenn man da auch so offen bleibt!
      Ganz liebe Grüße an dich!

  • Nicole

    Ahh Danke auch hier für die Erwähnung meiner kleinen Beitragsreihe, das bedeutet mir echt so viel <3.
    Ich wünsche dir ja ganz viel Spaß auf der Mottoparty, ich finde sowas extrem cool, haber aber leider fast nur Freunde, die damit so gar nichts anfangen können. Wollte sowas ja schon länger mal zum Geburtstag machen, da war niemand begeiestert. Dein Outfit klingt so richtig schön 90er, bin da schon gespannt auf die Bilder, nachdem ich auch ein Kind der 90er bin. Das einige Dinge jetzt wieder Trend werden schockieren mir doch, mit Bauchtaschen oder Radlerhosen werde ich auch heute nicht mehr warm und war eigentlich froh ,dass das hinter uns liegt.

    Beim Impfen bin ich froh ,dass meine Eltern das immer im Blick haben, was für mich natürlich sehr bequem ist. Dafür muss ich mir natürlich agewöhnen dran zu denken ,dass regelmäßig zu checken, wenn ich dann ausgezogen bin. Finde ich aber super, dass du das jetzt alles wieder aufgefrischst hast.

    Dankeschön für dein liebes Kommentar Vanessa,
    das freut mich sehr zu hören <3. Ich hoffe der Kategorie bald auch wieder regelmäßig nachzukommen, aber gerade in Zeiten wo ich aufgrund von Stress kaum zum lesen von Blogs komme, ist das dann immer schwer :D.

    Ich bin schon sehr gespannt, wie dir die Biografie gefällt :). Wünsche dir an dieser Stelle schöne Feiertage.

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