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Kulturkolumne #6

Werbung, unbeauftragt.

Willkommen, willkommen zur Kulturkolumne, die sechste. Long time no Kulturkolumne. Ich bin selbst etwas erschrocken darüber, dass es schon so lange her ist. Tatsächlich lag das u. a. daran, dass ich in meinem lang ersehnten Indonesienurlaub war. Die Reise wird natürlich auch Thema dieser Kolumne sein, aber nicht so, wie ihr vielleicht denkt. Zudem berichte ich, wieso meine sportlichen Ziele momentan komplett brach liegen und welcher Blazer neu bei mir einziehen durfte. Anschnallen, los geht´s!

Esskultur

Aufgrund des Urlaubs war natürlich hinsichtlich Esskultur viel los, auch wenn der Fokus in dieser Kolumne (erstmal) nicht auf Schlemmereien aus dem Urlaub liegen wird. Woran das liegt? Ich musste fast 3 Wochen Antibiotika einnehmen – ein ziemlicher Hammer für jeden Organismus. Da wollte ich nicht noch zusätzlich zu viele ungesunde Dinge essen, weil ich einfach sicher war, dass diese Lebensmittel meinem Körper gerade keine große Freude bereiten. Ok, das tun ungesunde Sachen wie zuviel Weizen und Zucker meistens eh nicht – aber wenn es einem schlecht geht, noch viel weniger. Daher bin ich froh gewesen, zu Hause mein Essen wieder komplett selbst zubereiten zu können. Da kommt der Kontrollfreak in mir durch, da ich gerne weiß, was genau ich esse.

Ich hatte nie Nebenwirkungen von Antibiotika (ich habe bisher auch nur zweimal welche genommen), aber allein die Vorstellung, solche Medikamente nehmen zu müssen, gruselt mich einfach. Also habe ich angefangen, zusätzlich Probiotika einzunehmen, um den Darm zu unterstützen. Gleichzeitig mache ich gerade eine Darmsanierung mit Flohsamenschalen und Zeolith (ein vulkanisches Mineral das Giftstoffe binden und aus dem Darm transportieren kann). Sexy ist anders, ich weiß. Während einer Darmsanierung wird für die beste Wirkung empfohlen, sehr achtsam zu essen, d. h. ein Verzicht auf Zucker, Weizen und Milchprodukte sowie Alkohol, Nikotin und Koffein ist ideal. Aber ehrlich gesagt, habe ich zu so einer umfangreichen Restriktion momentan keine Lust. Ich trinke keinen Alkohol und keinen Kaffee, rauche sowieso nicht und schränke Industriezucker ein. Das muss erstmal reichen und daher schaue ich, wie es mir damit geht. Vielleicht setze ich eine striktere Kur in einigen Wochen nochmal auf meine Agenda, denn wie ihr wisst, finde ich Gesundheitsthemen total spannend. Und so abgedroschen es klingt, es wurde mir wieder deutlich: Gesundheit ist das Wichtigste!

Reisekultur

Meine Reise nach Indonesien, auf der ich euch über Instagram ein wenig mitgenommen habe, war wirklich schön. Die Rundreise führte von Singapur nach Bali, wo nach einer Übernachtung in Padang Bai die Überfahrt nach Lombok anstand. Von dort ging es auf die Gilis. Zurück auf Bali besuchten wir dann Ubud und Canggu. Und leider auch das Krankenhaus in Denpasar.

Erinnert ihr euch, wie ich mich über meine (nur sehr kurze) Impfhistorie lustig gemacht habe? Tja, ich sage euch: Ich bin heilfroh, dass ich dieses Mal alle Impfempfehlungen berücksichtigt habe. Es hätte keinen besseren Zeitpunkt für einen vollständigen Impfstatus geben können als die Sekunde, in der sich ein Makakenweibchen überlegte, ihre Zähne und Krallen in meiner linken Wade zu versenken. Aufmerksame Betrachter haben meinen Verband auf den Fotos vielleicht gesehen. Ja, mich hat ein wilder Affe gebissen. Ha ha. Mit der Geschichte habe ich natürlich alle Affenwitze dieser Welt für die nächsten Jahre gepachtet. Mit Abstand kann ich mittlerweile auch darüber lachen. Allerdings sage ich euch: Das war alles andere als lustig.

Es ereignete sich bei unserer Wanderung zum wunderschönen Wasserfall Tiu Kelep im Norden Lomboks. Der Weg zum Tiu Kelep ist nicht so einfach zu finden, aber am Eingang des Parks gibt es genug Guides, die einem den Weg zeigen. Nur leider sind nicht alle Guides unbedingt versiert darin, mit Affenangriffen umzugehen – der Guide, der uns begleitete, war es jedenfalls nicht.

Tiu Kelep Waterfall Lombok Indonesia
Wasserfall Tiu Kelep im Norden Lomboks

Auf dem Weg zu den Wasserfällen haben wir schon einige wilde Makaken weit oben in den Baumkronen gesehen. Schön, dass so eine große Entfernung zwischen mir und den Affen lag. Mein persönlicher Albtraum ist nämlich jeder über Sichtkontakt hinausgehende Kontakt mit Wildtieren. Daher sind touristische Attraktionen wie der Monkey Forrest in Ubud überhaupt nichts für mich. Wildtiere sollten meiner Meinung nach weder gefüttert, noch gestreichelt, noch sonst in Kontakt mit Menschen kommen. Wenn sie sich kurz mal zeigen, sollten wir uns glücklich schätzen, aber dann dürfen sie auch wieder ihrer Wege gehen. Daher haben wir auch keine Lebensmittel oder sonstige Dinge in den Händen oder Rucksack gehabt, die sie hätten anlocken können.

Makaken Monkey Lombok Indonesia
Makaken auf Lombok

Auf dem Rückweg von den Wasserfällen waren zwei Makaken in den Büschen am Wegesrand zu sehen, die jedoch ziemlich entspannt aussahen. Mit gebührendem Abstand bin ich an ihnen vorbeigegangen und dann ging alles ziemlich schnell. Entweder habe ich eine Bewegung gemacht, die ihnen nicht gefallen hat oder, was auch nach Rücksprache mit den Locals und dem Guide wohl aufgrund der Aggressivität wahrscheinlicher ist, dass ich beim Bogen schlagen zu nah an Büsche gekommen bin, wo der Nachwuchs versteckt war, den die Makaken zu der Zeit hatten.

So oder so: Das Weibchen hat sich mein Bein geschnappt und gut zugeschlagen. Es folgte eine ziemliche Odyssee, denn so eine Wunde erstmal einigermaßen ordentlich zu versorgen kann auf Lombok zu einer ziemlichen Herausforderung werden. Genäht wurden die Wunden letztlich mit 11 Stichen, inklusive weiterer Tollwut-Impfungen. Im Laufe der nächsten Tage hat sich eine der Wunden leider entzündet, was dann in einer OP im Krankenhaus in Denpasar behandelt wurde.

Long story short: Ich habe seit 4 Wochen eine offene Bisswunde am Bein, die ganz langsam verheilt. Sport? Mein Arzt lachte auf, als ich das vor einigen Tagen ansprach: „Da reden wir mal in vier Wochen drüber.“ Na danke! Für mich, die Sport liebt, ist das schon sehr hart. Kein Joggen, kein Fitnessstudio. Ich bin jetzt dazu übergegangen, ein wenig Yoga zu machen. Es besteht noch eine erhöhte Entzündungsgefahr, weswegen ich nichts machen darf, was den Körper, inbesondere das Bein, zu sehr belastet.

Aber genug gejammert. Ich bin froh, dass alles einigermaßen glimpflich ausgegangen ist, auch wenn es den Urlaub ziemlich durcheinander gewirbelt hat. Als ich die Geschichte zu Hause erzählte (ich kann euch nicht sagen, wie oft das mittlerweile geschehen ist), hörte ich hier und da Aussagen wie: „Der blöde Affe!“ Aber der Affe kann da am allerwenigsten etwas für. Letztlich hatte sich das Weibchen durch mich bedroht gefühlt und sich bzw. ihren Nachwuchs verteidigt.

In den meisten Fällen verhält sich der Mensch einfach falsch und ich denke, so war es bei mir auch, auch wenn ich euch nicht sagen kann, was der genau Auslöser war. Jedoch ist klar, dass Wildtiere solche Verhaltensweisen an den Tag legen, wenn sie von Touristen angelockt, gefüttert, bedrängt, etc. werden. Und auch, wenn ich selbst nichts davon tue, tun es eben andere Touristen und das führt dann zu solchen Situationen wie meinem Biss, die echt niemand braucht. Zur falschen Zeit am falschen Ort.

Natürlich werde ich noch Beiträge zu meiner Reise schreiben. Diese Geschichte werde ich aber dabei ausklammern. Ich hab ja hier genug dazu geschrieben, denn eins ist klar: Indonesien, die Kultur und die Menschen (und auch die Tiere :)) sind eine Reise wert!

Padang Bai, Bali

Trendkultur

Ein neuer Blazer ist bei mir eingezogen, auf den ich schon länger ein Auge geworfen hatte: Ein knallig rotoranger Blazer. Schon länger kaufe ich mir meine Kleidung immer seltener aus einem Impuls heraus. Stattdessen überlege ich genau, ob ich das Kleidungsstück wirklich brauche und schlafe im Zweifel nochmal eine Nacht drüber. Das führt dazu, dass ich viel mehr Freude an den wenigen Stücken habe, die ich mir dann tatsächlich kaufe.

In diesem Sommeroutfit habe ich den Blazer mit einer Jeansshorts, einem weißen Shirt und Zehentrennern in rosé-metaillic kombiniert. Das wirkt sommerlich, frisch und modern. Noch mehr Beispiele, wie Blazer im Sommer getragen werden können, findet ihr hier!

(Man beachte: Das Posing ist so gut gelungen, dass man das riesige Pflaster an meinem linken Bein gar nicht sieht. Wer kann, der kann.)

Someroutfit Blazer Jeansshorts

Hörkultur

Das perfekte Lied zum Chillen. Ich bin kein großer Reggae-Fan, aber mit dem richtigen Setting lasse ich mich gerne auch mal überzeugen. In diese, Fall von SOJA aus den USA. Dieser Song „Here I am“ ist wunderschön melancholisch und sehnsuchtsvoll. Dazu Sonne, ein kühles Getränk, liebe Menschen, eine warme Sommerbrise, die um die Nase streicht – das Leben ist schön, doch wirklich.

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2 Kommentare

  • Nicole

    Oh je das mit dem Affen hört sich schmerzhaft an. Ich hoffe dir geht es mittlerweile etwas besser und du hast da zumindest keine Schmerzen mehr? Gut dass du geimpft warst, sowas passiert da sicherlich öfter mal, denn am Ende sind es ja wie du schon schreibst: Wildtiere. Die sehen zwar unglaublich süß aus, aber der Schein trügt, denn wie du schon schreibst: Hier war der Grund auch nachvollziehbar, denn gerade wenn die Weibchen Jungen haben kommt der Beschützerinstinkt. Ich bin da deshalb mittlerweile echt ein kleiner Angsthase geworden.

    Der Blazer ist richtig schick. Du weißt ja das ich auch eine Schwäche für solche Kombis habe. Finde die immer klasse. Habe mir lustigerweise auch vor ein paar Tagen einen neuen Leinenblazer gegönnt. Wollte sowas schon länger habe und im Sale musste ich den dann mitnehmen.

    Dankeschön für dein liebes Kommentar Vanessa und auch das liebe Kompliment <3. Freut mich ,das du auf neue Blogs aufmerksam geworden bist. Wie hat dir denn Aladdin gefallen? Ich konnte bisherigen König der Löwen Spoilern doch tatsächlich entgehen, habe nur mitbekommen, dass der wohl nicht jedem so gut gefallen hat. Aber ich möchte da ganz unvoreingenommen dran gehen, sollte ich es denn noch ins Kino schaffen.

    • Kulturblazer

      Hi Nicole,

      danke dir für deine lieben Worte! Ja, mittlerweile geht es wieder besser, die Wunde ist immer noch nicht geschlossen, das wird noch ein wenig dauern…ist für mich als Sportfreak natürlich nur schwer zu ertragen!

      Deinen Leinenblazer würde ich gerne mal sehen, vielleicht trägst du ihn mal auf einem deiner nächsten Looks 🙂

      Aladdin fand ich super! Jasmin hat eine viel stärkere Rolle, da habe ich gemerkt, dass die Macher hier ein Signal setzen wollten. Morgen gehe ich in den König der Löwen und bin schon sehr gespannt, in meinem Umfeld fanden den die meisten gut. Ich werde mich auch überraschen lassen 🙂

      Liebe Grüße!

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