Strand Aqaba Jordanien
Reisekultur

Reisejunkie // Die Grobplanung meiner Reisen

Werbung, unbeauftragt.

Nachdem ich hier erzählt habe, wieso ich meine Reisen gerne selbst plane, gehe ich nun darauf ein, wie ich bei der weiteren Grobplanung vorgehe und welche Aspekte ich dabei berücksichtige: Flüge, Unterkünfte, Transport, Gepäck, Routenplanung und allen voran mein Lieblingsthema Impfungen.

Flüge

Flüge prüfe ich über Skyscanner oder auch die Internetseiten der Fluglinien selbst, das ist sehr unterschiedlich. Manches gute Angebot habe ich eher auf der Seite der Airline selbst als über Portale gefunden, hier ist der Vergleich, auch wenn es zeitintensiver sein kann, notwendig. Nachdem ich das Ziel und den Zeitraum festgelegt habe, weiß ich meist ungefähr, welche Kosten auf mich zukommen. Manchmal gibt es auch gute Flugangebote auf Portalen wie Urlaubsguru oder auf Urlaubspiraten, hier lohnt sich auch immer mal wieder ein Besuch.

Last Minute habe ich noch nie einen Flug gebucht. Ich persönlich tue mich nämlich schwer damit, weil Flüge ein Fixpunkt für meine Planung sind. Bisher habe ich diese immer zuerst gebucht, bevor ich alles weitere gebucht habe, um dann auch Mietwagenabholung, Unterkünfte, etc. zu timen.

Unterkunft

Meine Unterkünfte buche ich meistens über Booking.com. Kein besonders heißer Insidertipp, aber es funktioniert einfach am besten für mich aufgrund der hohen Transparenz und Simplizität. Ich muss i. d. R. nichts im Voraus bezahlen (und wenn, steht es direkt ersichtlich dort), sondern erst, wenn ich vor Ort einchecke. Ich kann bis zu einem klar ersichtlichen Zeitpunkt kostenlos stornieren, wenn ich meine Reiseroute im Laufe der Planung verändern sollte. Ich kann mir Bewertungen von Gästen aus aller Welt durchlesen sowie Fotos prüfen. Auch ein Preisvergleich mit anderen Unterkünften in der Umgebung ist einfach machbar.

So habe ich für Singapur, Bali, Lombok und die Gilis schon die Unterkünfte gebucht. Sollte sich noch etwas verschieben, kann ich das immer noch anpassen. Sicherlich wäre es auch möglich, Unterkünfte erst vor Ort zu buchen, aber ich möchte diese, wenn es von der Planung her passt, schon safe haben. Ich gerate nicht gern in Zugzwang, wenn ich dann vor Ort an dem Tag eine Unterkunft FINDEN MUSS. Das wäre vermutlich kein Problem, aber den Stress muss ich nicht haben. Es ist bestimmt so, dass Bali da genug Möglichkeiten bietet. Auf Island mit den geringen Kapazitäten würde ich das definitiv niemals machen.

Transport

Im weiteren Verlauf der Grobplanung geht neben der Unterkunft um den Transport. Daher prüfe ich, wie ich am besten in einem Land selbst umherreisen kann. Fragen, die ich mir dabei immer stelle, sind: Was kostet ein Mietwagen mit entsprechender Versicherung generell? Was kostet Benzin? Wie ist das Fahrverhalten und welche Infrastrukturen sind vorhanden? Welche Orte, Sehenswürdigkeiten oder auch Städte sind per Mietwagen gut zugänglich und welche nicht? Wie teuer sind die öffentlichen Transportmöglichkeiten wie Zug, Bus oder Taxi?

USA_Westküste_Roadtrip

In den USA sind Mietwagen z. B. ideal: Die Mietkosten inkl. Versicherung sind recht günstig (in Abhängigkeit von der Kategorie) und auch Benzin ist dort nicht so teuer. Und machen wir uns nichts vor: Amerikaner lieben Auto fahren. Die Infrastruktur ist auf PKW ausgelegt, die Straßen sind in der Regel ziemlich gut und selbst in Ballungsgebieten ist alles recht übersichtlich beschildert. Es gibt immer und überall ausreichend (große!) Parkplätze. Hiervon nehmen wir die Städte natürlich aus – in Miami, San Francisco oder NYC braucht kein Mensch ein Auto. Je nach Tour ist das meiner Meinung nach das günstigste, schnellste und bequemste Reisemittel, mit dem ihr gleichzeitig viel erleben könnt. Sowohl die Reise an die Ostküste, an die Westküste als auch die Floridarundreise waren klassische PKW-Roadtrips. Gleiches kann ich über die Mexiko-Rundreise berichten: Mit PKW ein absoluter Traum und problemlos machbar.

Auf unserer Indonesien-Reise werden wir auf einen Mietwagen verzichten, weil das dort für uns keinen Sinn ergibt. Mit den Rollern, die dort Standardverkehrsmittel sind, sind wir günstiger und mobiler unterwegs und zudem gibt es keine riesigen Distanzen, die wir überwinden müssten, wie etwas bei einem USA-Roadtrip an der Westküste. Fahrer vor Ort sind auch eine gute Möglichkeit. Neben Menschen lernt man auch mehr von der Kultur und dem Land kennen.

Gepäck

Ein Punkt, der augenscheinlich erstmal merkwürdig wirken mag, aber bei unser Urlaubsplanung für Indonesien gerade heiß diskutiert wird: Mit welchem Gepäck möchten wir reisen? Koffer oder Rucksack?

Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, zumindest für mich. Ganz und gar nicht! Bisher bin ich in jeden Urlaub mit Koffer gereist, packed to the max, gewappnet für alles. Ich habe wirklich immer das Limit ausgenutzt – was auch gar kein Problem war, weil wir ja z. B. in den USA und Mexiko mit einem Mietwagen unterwegs waren. Da sind Koffer kein störendes Element beim Rumreisen, egal wie voll der ist. Jetzt wird es in Indonesien aber anders sein: Wie bereits erwähnt, werden wir keinen Mietwagen haben. Wir wechseln zudem häufig die Unterkunft, fahren mit Booten und besuchen unterschiedliche Inseln. Somit sind wir auf öffentliche Transportmittel angewiesen. Daher stellten wir uns die Frage, ob hier ein Rollkoffer überhaupt sinnvoll ist oder viel zu nervtötend, wenn wir diesen die ganze Zeit hinter uns herzerren. Das ist aber einen eigenen Blogpost wert, der in Kürze folgt.

Routenplanung

Anhand der Sehenswürdigkeiten, die wir auf jeden Fall sehen möchten, planen wir im nächsten Schritt die Route. Dazu nutzen wir Google Maps. Ein tolles Tool für die USA ist der Routenplaner myscenicdrives.com, wo ihr auch Routen suchen könnt, die besonders schön gelegen sind. Das war für mich immer eine tolle Option, denn bei Roadtrips ist ja auch der Weg das Ziel.

Route_66_USA_Sign

Wenn ihr mir Routenplanern arbeitet, seht ihr direkt, wie lange ihr planmäßig von A nach B fahrt. So könnt ihr überlegen, wie lange ihr an einem Tag wohin fahrt oder fahren wollt und was ihr an dem Tag noch so machen wollt oder könnt. Neben den bereits erwähnten Reiseblogs greife ich hier für Inspirationen auch oft auf den guten, alten Reiseführer zurück, um zu schauen, welche Stationen einen Halt Wert sind. Auch Instagram oder Pinterest bieten gute Möglichkeiten, neben klassischen Onlineseiten wie tripadvisor, um zu schauen, was es noch zu erleben und sehen gibt’s. Dann wird es also richtig konkret, welche Sehenswürdigkeiten, welche Erlebnisse möchte ich sehen? Das wird sich im Laufe der nächsten Wochen immer weiter in der folgenden Feinplanung konkretisieren. Vorfreude on!

Impfungen

Ein Punkt, den ich aufführe, weil ich damit für diese Reise etwas mehr zu tun hatte, ist der Punkt der Impfungen. Unter Umständen können die nämlich ein zeitkritischer Faktor sein kann, den es zu beachten gilt. Es gibt Impfstoffe, die in mehreren Etappen geimpft werden müssen, zwischen denen mehrere Wochen liegen müssen. Klassische Impfungen mit mehreren Sitzungen sind etwa Hepatitis A und B oder Tollwut. Welche Impfungen für das jeweilige Reiseland empfohlen werden, lest ihr auf der Seite des Auswärtigen Amtes nach. Hier habe ich mich vorab informiert und dann meine Krankenkasse kontaktiert, welche Kosten sie übernehmen. Dann bin ich zu meinem Hausarzt gegangen, der dafür, wie sicherlich die meisten Hausärzte, ebenfalls ein eigenes Programm hat, basierend auf der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts. Die entsprechenden Belege (Kassenbon der Apotheke, vom Arzt, etc.) habe ich gesammelt und dann bei der Kasse eingereicht. Das hat wunderbar funktioniert, aber ganz wichtig ist: VORHER über die mögliche Kostenübernahme bei der Krankenkasse informieren, DANN zum Arzt gehen und die Impfstoffe besorgen. Nicht, dass ihr hinterher eine böse Überraschung erlebt, denn für einige Impfungen müsst ihr das große Portemonnaie mitnehmen.

Ich halte euch auf dem Laufenden – denn jetzt sind es auch nur noch 1,5 Monate! Die Zeit rast!

Kennt ihr noch weitere Tipps und Tricks?

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2 Kommentare

  • Lara

    Hallo Vanessa,
    Wirklich interessant zu sehen, wie du deine Reisen buchst.
    Ich mache es ähnlich wie du, obwohl ich in letzter Zeit lieber pauschal buche, weil so viele Airlines schon pleite gegangen sind.
    Ein kleiner Tipp von mir ist die App ThreeSteps. Da bekommt man für jede gebuchte Reise (oder auch nur für Flug oder Hotel) einen kleinen Cashback.

    Viele Grüße
    Lara

    • Kulturblazer

      Hi Lara,
      bei den Airlines achte ich auch immer darauf, nicht jede Airline zu nehmen. Der günstigste Anbieter ist nicht immer die beste Wahl und bei Pauschalreisen kümmert sich dann ja das Reisebüro. Das Problem hatte eine Bekannte von mir letztens auch, als eine Airline Insolvenz angemeldet hat und sie Angst hatte, auf Teneriffa festzuhängen. Die App kannte ich noch gar nicht, danke für den Tipp!
      Liebste Grüße!

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