Singapore_Skyline_Singapur
Esskultur,  Reisekultur

Singapur // 10 Things to do

Werbung, unbeauftragt.

Meine Indonesienreise startete mit einem Aufenthalt in der Republik Singapur. Ich hatte mich schon sehr auf diese Etappe der Reise direkt zu Beginn gefreut, denn ich war noch nie in im fernen Osten. Daher war ich sehr gespannt, wie es dort sein würde und welche Eindrücke mich bei meinem dreitägigen Aufenthalt erwarten würden. Welche 10 Dinge in Singapur auf meinem Zettel standen, lest ihr hier!

Singapur Basics

Singapur ist die erste asiatische Großstadt, die ich besucht habe. Sie ist nicht nur eine Stadt, sondern direkt ein ganzer Stadtstaat, denn offiziell handelt es sich dabei um die Republik Singapur. Der Name entstammt dem Sanskrit und setzt sich zusammen aus „Singha“ (सिंह sima, Löwe) und „Pura“ (पुर pura, Stadt). In der Löwenstadt leben etwa 5,6 Millionen Menschen in einer vielfältigen ethnischen Mischung, was ich persönlich immer besonders spannend finde: Ein bunter Kulturenmix wirkt sich meiner Erfahrung nach immer positiv auf die Atmosphäre und den Vibe einer Stadt aus, egal ob es dabei um Architektur, Kultur, Essen oder Mode geht!

Wir haben uns drei Tage Zeit genommen, um Singapur zu entdecken. Meiner Meinung nach reicht das aus, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und interessantesten Viertel zu besuchen. Obwohl ich es liebe, Städte zu Fuß zu erkunden, ist es bei einer Luftfeuchtigkeit von über 80 % und 35° ein Segen, auch mal U-Bahn zu fahren, wenn ihr viele To-See´s habt. Singapur wartet nämlich an so vielen Ecken mit einem interessanten Mix aus Tradition und Moderne auf – da gibt es viel zu sehen!

Singapore_Chinatown_Singapur

1. Durch die verschiedenen Stadtteile schlendern

Gerade in den Stadtvierteln Little India, Chinatown oder dem arabischen Viertel Kampong Glam wird deutlich, wie viele Kulturen Einfluss auf die Stadt nehmen und ihr Bild prägen. Da ich es liebe, durch solche Viertel zu spazieren, war ich sehr erfreut, dass Singapur gleich mehrere davon in petto hat!

Kopang_Glam_Singapur

Das Foto aus Kompang Glam mit der Moschee im Hintergund könnte auch aus einer arabischen Stadt stammen, oder nicht? Hier finden sich unzählige Restaurants mit traditionellem arabischen Essen und Geschäfte, die Stoffe und Kleidung im orientalischen Stil anbieten. Little India wartete mit vielen Schmuckgeschäften auf, in denen Goldschmuck in allen Variationen, Größen und Preisklassen präsentiert wurde. Chinatown besticht vor allem durch die Optik der dortigen Tempel, Souvenirläden, chinesischen Antiquitäten und Kleidungsgeschäften – und natürlich chinesischem Essen an nahezu jeder Ecke!

Tempel_Singapur
Chinatown_Singapore

Wer von modernen Bauwerken nicht genug bekommt, wird im Viertel Marina Bay, dem jüngsten Teil der Stadt, fündig. So seht ihr auf dem Foto unten links die Helix-Brücke, über die wir spaziert sind, sowie das Opernhaus. Nicht zu übersehen ist hier natürlich das Marina Bay Sands, das aufgrund seiner Bauweise schon ins Auge sticht.

Singapore_Bay_Helix_marina_Bay_Sands

2. Das Wahrzeichen Singapurs besuchen

Das Wahrzeichen befindet sich am Hafen der Stadt: Der Merlion. Merlion ist ein Kunstwort aus „Mermaid“ und „Lion“: Der Löwenkopf steht für Stärke und Furchtlosigkeit, wohingegen der Fischkörper das Meer symbolisiert und die Verbundenheit dazu zeigt. Somit zeigt sich auch hier wieder die Löwensymbolik, die der Stadt ihren Namen gibt.

Merlion_Singapore_Singapur

3. Einen Singapore Sling trinken

Singapore_Sling_Marina_Bay_Sands

Ich habe einen klitzekleinen Erlebnisziel-Tick. Wenn ich mir bestimmte Fernweh-Ziele setze, dann geht es nicht nur darum, dorthin zu reisen, sondern dort auch etwas zu tun, was ich mit diesem Land oder Ort assoziiere. Beispiel gefällig? Auf Island ein Islandpferd reiten. In Las Vegas im Kasino spielen. Auf Bali Yoga machen. In New York City einen New York City Cheesecake essen. Und für Singapur stand auf dem Plan: Einen Singapore Sling in Singapur trinken. Der Longdrink besteht aus Gin, Kirschlikör, Bénédictine (einem Kräuterlikör) und weiteren Zutaten, die variieren können, etwa Ananas-, Grendinen- und Zitronensaft. Mir war der Cocktail etwas zu süß, da bleibe ich lieber bei einem Moscow Mule – aber probieren wollte ich ihn definitiv!

4. Im Infinitypool des Marina Bay Sands schwimmen

Den legendären Infinitypool auf dem Dach des Marina Bay Sands Hotel habt ihr bestimmt schon einmal auf dem ein oder anderen Foto gesehen. Er ist nur für Gäste des Marina Bay Sands zugänglich, weswegen wir dort eine Nacht verbracht haben. Was tut man nicht alles für einen Blick auf die Skyline Singapurs von einem Pool aus! Es hat sich für uns aber definitiv gelohnt. Neben der Aussicht bietet es auch einen hohen Unterhaltungswert, dem bunten Treiben zuzusehen und die Menschen zu beobachten, die auf der Jagd nach dem perfekten Selfie den Pool auf und ab schwammen.

Ich nehme mich da nicht aus, auch ich wollte natürlich ein tolles Foto machen! Allerdings habe ich fasziniert beobachtet, welch Ausdauer viele Gäste dabei an den Tag legten. Da waren „Shootings“ von 45 Minuten und mehr keine Seltenheit – wohlgemerkt für ein Poolfoto. Da fehlt mir vielleicht das künstlerische Verständnis, aber auf jeden Fall die Geduld. Das alles hat der Atmosphäre jedoch keinen Abbruch getan und gerade nach dem langen Flug war ein Nachmittag Entspannung am Pool genau das Richtige.

5. Eine Durian-Frucht essen

Was ich auch unbedingt ausprobieren wollte: Die Durian-Frucht essen. Schon auf dem Weg vom Flughafen sah ich in der U-Bahn neben den klassischen Verbotszeichen für Rauchen, Essen und Trinken oder Lärm auch eine durchgestrichene Frucht. Nicht umsonst wird sie auch Stinkfrucht genannt. Wer schon mal in die Nähe gekommen ist, kann dies bestätigen: Der Geruch (viele würden sagen Gestank) ist ziemlich durchdringend. Und trotzdem essen unheimliche viele Menschen diese Frucht (wenn auch mit Plastikhandschuhen!). Das Fleisch ist gelblich und hat eine faserige, weiche Konsistenz. Mir war klar: Als waschechter Foodie muss ich die probieren, um mir selbst ein Bild zu machen.

Also haben wir uns in Chinatown bei einem Obsthändler eine Frucht aufschneiden lassen. Neben uns am Tisch saß eine Gruppe griechischer Touristen, die ebenso neugierig-ängstlich-gespannt ihr Exemplar vor sich inspizierten. Beim ersten Bissen dachte ich: „Ok, das geht so.“ Das wandelte sich in „Soo schlecht ist es gar nicht“ über den dritten Biss in „Ok, das ist jetzt richtig widerlich.“ Und je länger ich den Geschmack im Mund hatte, desto schlimmer wurde es. Hinterher war mir sogar ein wenig schlecht. Ich kann den Geschmack nur sehr schwer beschreiben: Irgendwas zwischen buttrig, und süßlich-nussig, aber der Nachgeschmack war mir zu vergoren – dabei trinke ich auch ohne mit der Wimper zu zucken ein Glas Brottrunk auf ex. Die griechischen Touristen teilten scheinbar meine Meinung. Ihre Ausrufe und Mimik, nachdem sie ihr Stück probiert hatten, ließen daran wenig Zweifel.

6. Ein Hawker-Center besuchen

Was steht noch auf dem Zettel für Singapur in Sachen Essen? Ein Hawker-Center! So heißen die halboffenen, überdachten Gebäude, in denen zahllose Garküchen untergebracht sind. Diese bieten die unterschiedlichsten Gerichte an. Quasi die indonesische Antwort auf Streetfood. Egal ob indonesisch, thailändisch, malayisch, vietnamesisch oder chinesisch, hier gibt es alles. Ambientefans könnten unter Umständen von den rustikalen Tischen und Stühlen aus Plastik und der grellen Beleuchtung im Industriehallencharme abgeschreckt werden, aber die Garküchen sind echt ein Erlebnis. Auch hier, wie überall gilt: Wo lange Schlangen sind, scheint das Essen besonders gut zu sein. Was bei mir nicht fehlen durfte: Dumplings, gefüllte Teigtaschen. Besonders stark finde ich die Variation mit heißer Gemüsesuppe oder Hähnchen gefüllt – mjam!

7. Die Orchard Road entlang spazieren

Wer wie ich Crazy Rich Asians von Kevin Kwan gelesen hat, weiß, dass Luxusshopping in Asien eine große Rolle spielt. Klischee hin oder her, unstrittig ist, dass die vielen Shopping Malls in Singapur riesig sind. Viele davon befinden sich auf der Orchard Road und legen ihren Fokus klar auf Chanel, Prada & Co.. Aber auch Mid-Price- oder Fast Fashion-Marken findet sich hier, alles im bunten Mix. Apropos Fast Fashion: Wieso zwischen Louis Vuitton und Fendi in fast jeder Mal ein Zara (mit nur geringfügig höheren Preisen als bei uns in Euopa) zu finden war, würde mich schon interessieren. Hat jemand eine Idee?

8. Gardens by the Bay besuchen

Ein Highlight für mich, auf das ich mich sehr gefreut habe, waren die Gardens by the Bay. Der große Park an der Bucht beherbergt die Supertrees, vertikale Konstruktionen, die mit einer Vielzahl von Pflanzen begrünt sind. Jeden Abend findet dort eine Lichtshow statt, stets zu einem bestimmten Thema. Als wir dort waren, wurde die Musik aus Toy Story in einem Medley gespielt – das weckt Kindheitserinnerungen! Kommt auf jeden Fall 45 Minuten vor dem Beginn der Show, damit ihr euch einen guten Platz sichern könnt – es wird richtig, richtig voll.

Gardens_by_the_bay_Singapore_Supertree

9. Die Licht- und Wassershow am Marina Bay Sands ansehen

Auch voll wird es an der Licht- und Wassershow abends am Marina Bay Sands. Nachdem mich die Fontänenshow am Bellagio in Las Vegas schon sehr begeistert hat, wollte ich wissen, wie diese im Vergleich ist. Tatsächlich fand ich die am Bellagio eindrucksvoller und abgestimmter (oder lag es daran, dass es meine erste Show dieser Art war?), aber trotzdem ist es ein schönes Schauspiel vor der nächtlichen Kulisse Singapurs.

10. Singapur bei Nacht bewundern

Ohnehin fand ich Singapur bei Nacht sogar noch schöner als am Tag. Die Lichter der Stadt spiegeln sich im Wasser und viele Gebäude oder Attraktionen, wie der Singapore Flyer, leuchten in bunten Farben. Zudem ist es dank der tropischen Temperaturen warm genug ist, bis in die Nacht am Wasser zu sitzen, Eis zu essen und die Skyline zu bewundern.

Singapur kennen zu lernen war ein Erlebnis und es wird deutlich, welchen Einfluss die unterschiedlichen Kulturen nehmen, die in dem Stadtstaat leben. Allerdings konnte mich bisher keine Stadt so fesseln wie meine große Liebe New York City. Trotzdem habe ich die Zeit hier sehr genossen und es war ein toller Auftakt zu meiner Indonesioenreise.

Wart ihr schon einmal in Singapur? Oder in einer anderen asiatischen Großstadt? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

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6 Kommentare

  • Wonderful Fifty

    Liebe Vanessa, danke für diesen wunderbaren Einblick in den Stadtstaat Singapur und es freut mich total, dass du so eine tolle Zeit verbringen konntest. Schön auch, dass ich so diese für mich noch unbekannte Stadt mit dir erforschen konnte. Asien war eigentlich nie meine Wunschdestination – mich hat es immer eher nach Amerika gezogen, wodurch ich deine New-York-Liebe so richtig nachvollziehen kann. Aber aus familiären Gründen bin ich dennoch nach Asien gereist und durfte dort Seoul in Korea, Osaka in Japan und Taiwan kennenlernen und Einiges an deiner Beschreibung hat mich doch sogleich an meine Erlebnisse in den asiatischen Städten erinnert. Dumplings waren in Taiwan meinen Lieblingsessen und das hätte ich auch jeden Tag zu mir genommen, einfach köstlich diese Teigtaschen. Die Stinkfrucht habe ich in Seoul das erste Mal erlebt – wir sind eine Straße entlang marschiert, also uns ein total unangenehmer Geruch in die Nase gekommen ist. Erst nach längerem Suchen haben wir festgestellt, dass dies von den aufgeplatzten Früchten am Gehsteig kam. Gekostet habe ich diese Frucht aber danach nicht mehr. Toll finde ich es auch, dass ihr euch eine Nacht in Marina Bay Sands Hotel gegönnt habt und so diesen genialen Ausblick aus den Pool genießen konntest – das Foto ist einfach grandios geworden. Ich freue mich schon auf deine weiteren Berichte.
    Hab ein wunderbares Wochenende und alles Liebe

    • Kulturblazer

      Hi Gesa,
      danke für deine lieben Worte. Deine Beiträge über Taiwan (ich liebe dein Beitragsfoto dazu!) und Seoul fand ich auch sehr interessant. Manchmal verschlägt es uns in Teile der Welt, wo wir uns selbst vorher nicht gesehen haben…
      Ja, Amerika ist schon echt ein tolles Land, auch wenn viele Leute unsere Begeisterung nicht teilen können. Ich versuche dann immer darüber zu erzählen, dass das Land mehr ist als Trump und Oberflächlichkeit: Allein die Landschaften von Strand über wunderbare Wälder und Berge, Wüsten…herrlich. Ich möchte auch unbedingt mal in den Yellowstone NP – das wäre schon ein Knaller!
      Ein wunderschönes Wochenende und ganz viele Grüße an dich!

    • Kulturblazer

      Hi Jimena,

      danke dir! Singapur kann ich nur empfehlen 🙂 Ich habe mal irgendwo gehört, dass es die asiatische „Anfänger“-Metropole ist, denn so Städte wie Tokio, Shanghai oder Osaka sind sicherlich nochmal eine andere Hausnummer 😀
      Liebe Grüße!

  • Nicole

    Wow ich hätte nicht gedacht, dass mir Singapur so gut gefällt, nur das Essen wäre halt nicht meines :D. Mit Asiatische Küche werde ich nicht warm, aber ich nehme mal an, dass man da sicherlich auch schon touristisches Essen bekommt als Alternative, oder?

    Der Pool ist schon geil, aber ganz ehrlich: 45 Minuten? Finde ich dann auch übertrieben. Wäre mir auch unangenehm, weil der Pool ist ja für die Gäste zum Entspannen und nicht zum Fotografieren da. Hätte das dann wohl auch als störend empfunden oder mir wäre das selbst schon peinlich gewesen. Ein kurzes Bild ja klar, verständlich bei der Aussicht, aber das dann schon hart :D.

    Ansonsten hast du ja echt viel erlebt, viele tolle Shows und jap die Kulisse vom ersten Bild da musste ich auch an eine arabische Stadt denken. Hat man den Flair super eingefangen.

    Dankeschön für dein liebes Kommentar Vanessa,
    Das musst du unbedingt ändern, denn an dem ganzen Hype ist echt was dran :D. War da vorher auch skeptisch, vor allem da ich ja jetzt kein richtiger Queen Fan bin, aber der wurde schon gut umgesetzt, sodass er für alle geeignet ist.

    Am Gardasee war ich auch schon. Finde es dort auch traumhaft schön und möchte unbedingt irgenwann noch mal in die Region. Aber davor steht Rom bei mir auch ganz oben auf der Reisewunschliste, da waren Freunde so begeistert und schwärmen noch heute von. Venedig kann ich auch empfehlen, so viel vorweg, das kann man auch gut als Kurztrip machen, weil man da doch recht flott alles sieht.

    • Kulturblazer

      Hi Nicole,
      du bekommst in Singapur essenstechnisch alles nur Erdenkliche. Du kannst dort sicher Wochen verbringen, ohne auch nur einmal asiatisch essen zu müssen 😀
      Italien, insbesondere Rom und die Toskana muss wirklich traumhaft sein. Aber Venedig bei dir sah auch richtig super aus!
      Liebe Grüße!

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