Transparenz

Update: 02.04.2021

Nachdem ich lange Zeit viele meiner Beiträge mit dem Hinweis “Werbung, unbeauftragt und unbezahlt” gekennzeichnet habe, bin ich froh, dass die Kennzeichnungspflicht für Blogger und Influencer nun eindeutiger geregelt wird.

Kennzeichnung etwa war einer der Punkte, die mich lange davon abgehalten haben, einen Blog zu starten, weil das ganze Werbe-Chaos für mich schon recht verwirrend ist. Ich hatte vorher viel zu Kennzeichnung gelesen, gerade von anderen Bloggern, die sich dieser Thematik weitaus umfassender und dringender widmen mussten als ich. Und selbst die waren teilweise etwas ratlos. Da aber von den größten Bloggern in Deutschlands bis hin zu Oma Ilse, die nur ein paar Katzenfotos auf ihrem Blog teilen will (das entspricht also ungefähr meine Reichweite) abmahntechnisch jeder in Frage zu kommen scheint (ok, Oma Ilse ist schon unwahrscheinlich, ich weiß), wollte ich immer ganz sicher gehen. Ich bin sicherlich weit, sehr weit, sehr sehr weit davon entfernt, mit dem Blog auch nur annähernd so viel Geld wie andere Blogger zu verdienen (was auch nicht mein Ziel ist).  Daher hatte ich mich immer extra abgesichert und alles markiert – hier und auf Instagram. Das mag übertrieben gewesen sein, weil  diese “Überkennzeichnung” dazu führte, dass einfach ALLES als Werbung gekennzeichnet war. Das hat das ganze Konstrukt ad absurdum geführt und hatte meiner Meinung nach nichts mehr mit Verbraucherschutz zu tun. Umso dankbarer bin ich jetzt für diese Information des Bundesministeriums der Justiz und des Verbraucherschutzes (BMJV) vom 20. Januar 2021:

“Auch Influencer und Bloggerinnen bekommen endlich mehr Rechtssicherheit. Künftig ist klar: Nur wenn es eine Gegenleistung gibt, müssen sie ein Posting als Werbung kennzeichnen. Und auch Verbraucherinnen und Verbraucher wissen dann, woran sie sind: Sie können besser einschätzen, wie eine Empfehlung zustande gekommen ist – und ob sie ihr vertrauen wollen.“

QUELLE: BMJV| Mehr Verbraucherschutz im Onlinehandel und bei Kaffeefahrten sowie mehr Rechtssicherheit für Influencer| Zugriff: 21.01.2021, 11:14 Uhr

Ich glaube, wir alle, die sich in dieser Blogger- und Influencerbubble herumtreiben, freuen uns endlich über diese Klarheit. Daher werde auch ich zukünftig nur noch Beiträge oder Posts als Werbung markieren, bei der ich eine Gegenleistung vom Kooperationspartner erhalten habe. Ich schreibe unter jeden Beitrag, worum es sich dabei genau handelt. Solltet ihr bei älteren Posts noch den Hinweis auf unbeauftragte Werbung finden, dann seht es mir nach – hier habe ich den Hinweis einfach noch nicht entfernt, aber seid euch sicher: Ich habe keine Gegenleistung erhalten.

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