Veganer_Burger
Esskultur,  Gedankenkultur

Veganuary – Meine vegane Woche / Teil II

Werbung, unbeauftragt.

Hier geht´s zu Teil I der veganen Woche im Veganuary!

Tag 3 – Fast Halbzeit!

Spätstück: You know what time it is: Sojajoghurt mit Heidelbeeren und Himbeeren, Kurkuma, Zimt, Haferflocken, Kürbiskernen, Walnüssen, Hanfsamen und Leinsamen. Yesss Baby. No Brainer!

Snack: Grüner Smoothie und ein wenig Studentenfutter (aber das gute Studentenfutter mit Cranberries statt Rosinen! #kleinegönnung).

Ich stand auf der Arbeit zwischendurch vor der Auswahl unserer Snacks und stellte fest: Außer Nüssen (immerhin!) war nichts Veganes dabei – nur die üblichen Schokoverdächtigen wie Snickers, Mars & Co. „So ein Snickers, das wäre jetzt schon was, mit einem leckeren Kaffee dabei….“, schoss es in meinen Kopf…aber nein! Ich habe durchgehalten. Kleiner Schulterklopfer an mich selbst.

Ich werde nie zu den Menschen gehören, die irgendwann sagen: „Ich habe solange keine Schokolade oder Chips mehr gegessen, jetzt würde es mir auch gar nicht mehr schmecken.“ Leider nein, leider gar nicht. Ich habe mal einen Monat keine Chips gegessen und das Verlangen war zweifellos weg. Auf einer Party konnte ich dann nicht widerstehen und habe doch mal in die Chipsschale gegriffen. Feststellung: Der Geschmack ist immer noch gut. Die richtige Zusammensetzung von Fett und Zucker triggert eben mein Gehirn. That´s life. Aber an jenem Tag auf der Arbeit, vor der Snackauswahl, da hatte ich es im Griff und habe mich gefreut. Mühsam ernährt sich das vegane Eichhörnchen.

Abendessen: Vegane Bolognese-Lasagne mit Vollkornspaghetti vom Vortag.

Clever und zeitlich gut organisiert, ganz im Sinne des Meal Prep-Gedankens, haben wir die Bolognese direkt für zwei Tage gekocht, wir Füchslein. Ich koche zwar ganz gern, aber jeden Abend muss ich auch nicht in der Küche stehen.

Drei Tage waren jetzt schon rum, aber ich fühlte mich bisher nicht anders als sonst- weder besser noch schlechter. Meine Haut war etwas reiner als sonst, aber ob das nach drei Tagen direkt auf die Ernährung zurückzuführen ist, bezweifle ich stark. Kann auch eine gute Mondphase gewesen sein 😉

Tag 4 – Ich und mein Tofu-Trauma

Ich erspare euch mal die weitere Auflistung von Spätstück und Snacks, denn die haben sich und werden sich in den nächsten Tagen (bis auf Tag 7 – da ist es nämlich etwas aus dem Ruder gelaufen) nicht ändern. Daher konzentriere ich mich auf das Abendessen.

Ich erinnere mich an meine erste Begegnung mit Tofu. Es ist keine Übertreibung, hierbei von einem Tofu-Trauma zu sprechen. In einem Anflug von Neugier vor 2 oder 3 Jahren hatte ich mir nämlich mal Sojahack gekauft, denn ich wollte eine vegane Bolognese-Sauce ausprobieren. Ich habe es ganz normal angebraten, gewürzt und dann die Tomatensauce dazu gegeben. Ich weiß noch genau, wie ich die erste Gabel mit Nudeln und der Soße im Mund hatte und dachte: Aiaiai, das schmeckt ja gar nicht mal so gut. End of Story: Es war dermaßen widerlich, dass ich es nicht essen konnte. Also habe ich es weggeschmissen und ich habe mich dabei echt mies gefühlt. Ich glaube, es lag daran, dass ich erwartet habe, dass es wie Hackfleisch schmecken würde und war daher so erschüttert, dass es (logischerweise) nicht so schmeckte.

Wenn etwas nicht so genial schmeckt, esse ich es meistens trotzdem auf. Ich würde auch im Restaurant nie etwas zurückgehen lassen, nur weil es mir vielleicht nicht so klasse schmeckt, wie ich es erwartet habe. Denn was passiert? Es wird weggeschmissen. Und das kann ich einfach nicht gut haben. Daher muss es schon wirklich schlimm sein, wenn ich etwas aus Geschmacksgründen nicht essen kann und es wegwerfe. Aufgrund einer für Außenstehende vielleicht etwas pedantisch wirkenden Angewohnheit, das Essen für die komplette nächste Woche durchzuplanen und auch nur dafür einzukaufen, schmeiße ich nämlich so gut wie nie Lebensmittel weg (außer selten Gemüse, das plötzlich schimmlig geworden ist).

Somit war es also für mich schon ein Wagnis, nochmal etwas mit Tofu zu kochen. Diesmal hatte ich es in einem Block gekauft – ein schnittfester, farblich wenig ansprechender, eingeschweißter Block Tofu. Ich war skeptisch, sehr skeptisch. Aber das Rezept wollte es so, also auf ein Neues!

Abendessen: Feuriges rotes Thai Curry mit Tofu.

Feuriges-rotes-Thai-Curry-mit-Tofu  Veganuary

Ihr wisst, ich habe keinen Foodblog und professionelle Foodporn-Fotos werdet ihr hier nicht finden – das können andere besser 🙂 Aber es hat wirklich super geschmeckt! Ich habe das Rezept um Couscous erweitert und die rote Currypaste im Supermarkt gekauft, weil ich zu faul war, selbst eine herzustellen. Der Tofu hat den Geschmack der Gewürze aufgenommen und dafür waren alle Essenden sehr dankbar 🙂 Somit hat sich damit auch mein Tofu-Trauma aufgelöst. Sicherlich gibt es dann auch hier wieder Glaubensfragen, welches Tofu von welcher Marke am besten ist. Und sicherlich gibt es auch besseres oder schlechteres Tofu, aber das, was ich im Supermarkt gekauft habe, war völligst in Ordnung. Approved!

Tag 5 – Falafel-Love

So sehr es bei Tofu erst Liebe auf den zweiten Blick war, so sehr habe ich Falafel sofort und für alle Zeiten in mein Herz geschlossen. Ich werde nie vergessen, wo ich Falafel das erste Mal gegessen habe: In New York City bei den Halal Guys, 6th Avenue, in der Nähe des MoMa. Das war 2014. Seitdem habe ich immer mal wieder bei Gelegenheiten Falafel gegessen und es war klar, dass ein Falafel-Abendessen in die vegane Woche gehört.

Abendessen: Süßkartoffelpüree mit Falafel und Rucola

Süßkartoffelpüree mit Falafel und Rucola  Veganuary

Ich habe das Grundrezept abgewandelt, indem ich die Gemüsepommes durch die Falafel ersetzt habe. Die Kombination mit dem Rucola und dem Püree fand ich erst zwar etwas merkwürdig, aber es passte wirklich hervorragend zusammen. Zudem hatte ich noch Cashewnüsse übrig. Diese habe ich mit den Kürbiskernen und Sonnenblumenkerne etwas angeröstet und als Topping darüber gegeben. Mein liebstes veganes Rezept der ganzen Woche!

Tag 6 – Was tut sich denn jetzt?

Ich kann immer noch nicht sagen, dass ich mich körperlich besser oder schlechter fühle also sonst auch. Bin ich darüber enttäuscht? Ein wenig vielleicht. Aber was hatte ich mir erhofft? Die große Erleuchtung? Ich ernähre mich schon recht gesund, vielleicht ist daher eine nennenswerte körperliche Verbesserung vielleicht nicht so schnell und gravierend spürbar.

Was ich aber sagen kann: Ich fühle mich emotional irgendwie besser. Ausgeglichener. Leichter. Ich habe überlegt, woran dies liegen könnte oder ob ich mir das nur einrede. Vielleicht liegt es daran, dass ich weiß, dass ich aktiv etwas gegen den Klimawandel und für den Tierschutz tue. Ich denke daran, dass ich meinem Körper nur Nahrung gebe, für ein kein anderes Lebewesen leiden musste. Das mag schon in die spirituelle Richtung gehen, keine Frage. Aber allein der Gedanke fühlt sich für mich gut an. Obwohl ich sonst keine politischen Aktivitäten aufweisen kann (und auch alle meine nicht-veganen Kleidungsstücke wie Lederjacke oder Schuhe noch trage – basht mich ruhig, darauf gehe ich ein anderes Mal nochmal detaillierter ein), habe ich dennoch das Gefühl, etwas in meinem kleinen Mikrokosmos zu bewegen.

Ich stelle zudem fest, dass ich mein Umfeld zumindest mit dieser veganen Woche beeinflusse. denn mit Freunden und Familie habe ich mich (und tue es immer) über das Thema Veganismus/Vegetarismus aus. Das allein finde ich schon großartig! Vielleicht schafft das bei den Menschenein höheres Bewusstsein für den Konsum tierischer Produkte. Wenn jeder nur einen Tag in der Woche kein Fleisch isst, oder auch nur bei einer Mahlzeit die tierischen Produkte reduziert, haben wir dann nicht schon einen einen großen Schritt nach vorne gemacht?

Abendessen: Gemüsepfanne mit Brokkoli, Möhren, schwarzen Bohnen, Spinat, Zucchini und Vollkornnudeln

Gemüsepfanne mit Vollkornnudeln  Veganuary

Die Lichtverhältnisse des Fotos lassen wohl jeden Foodblogger mit Grauen zurück. Ich dagegen bin stolz, es trotz meines Hungers überhaupt noch geschafft zu haben, an ein Foto zu denken! Das Abendessen war improvisiert, weil wir den ganzen Tag unterwegs waren und daher abends dachten, wir schmeißen einfach die vielen Gemüsereste zusammen und packen noch Nudeln dazu. On top ein paar Samen und Kerne, fertig. Nicht sehr ausgefallen, aber trotzdem ganz lecker.

Tag 7- Ein Ende mit Scheitern

Wo gestern ich an Tag 6 noch über spirituelle Erleuchtung sinnierte, musste ich mir an Tag 7 eingestehen, dass ich davon doch noch etwas entfernter bin als gedacht. Den am letzten Tag (am letzten!!!) ist es dann passiert: Ich bin gescheitert, so richtig klassisch kurz vorm Ende.

Wir waren erneut zu einem Geburtstag eingeladen, diesmal zu einem Frühstück in einem Café. Die Sorte Café, in das Oma und Opa nachmittags nach einer kleinen Runde Fahrrad oder einem Spaziergang ein gutes Stück Buttercremetorte mit einem Kännchen Kaffee genießen. Das Interieur ist rustikal, mit viel Holz und Spitzendecken, mit alten Gemälden an den halbhoch vertäfelten Wänden. Das soll nicht despektierlich klingen, aber die Zielgruppe ist deutlich jenseits der 50 Jahre angesiedelt. Somit war auch das Frühstück eher so ausgerichtet: Zwei Sorten Brötchen, Brot, Croissants, Aufschnitt, Käse, Rührei mit Speck, Lachs. An einem kleinen Katzentisch gibt es dann noch ein wenig Schokomüsli, Joghurt, Obst und Marmelade. Ich kannte das Café (erweiterte, ältere Teile unserer Familie nutzen dies gern als Gelegenheit, Geburtstage dort zu feiern) und hatte mich mental bereits darauf vorbereitet, dass ich nur helle Brötchen mit Marmelade essen werde.

Selbst unter nicht-veganen Umständen ist ein Frühstück für mich dort kein kulinarisches Event, weil ich ohnehin keinen Käseaufschnitt, keine Wurst und keinen Speck esse. Für mich blieb aber sonst immer noch das Schokomüsli, der Joghurt und die gekochten Eier, gelegentlich auch ein Lachsbrötchen. Mein Plan stand also fest: Helles Brötchen mit Marmelade. Helles Brötchen mit Marmelade. Helles Brötchen mit Marmelade. Wie ein Mantra murmelte ich dies im Geiste vor mich hin, als ich am Buffet nach den Teller griff. Das helle Brötchen landete dann auch auf meinem Teller und dann, ja dann….Dann stand ich vor den Eiern und merkte, wie der Gedanke kam: So ein Eibrötchen wäre jetzt echt lecker. Und ich hatte echt Hunger.

Und ehe ich mich nochmal besinnen konnte (und lag es vielleicht auch an der Situation mit so vielen Leuten um mich herum, die nicht vegan aßen, eine Art subtiler Gruppenzwang?) landete das Ei auf meinem Teller, dann auf meinem Brötchen. Danach in meinem Mund und schwer in meinem Magen, aufgrund des Wissens, gescheitert zu sein. An Tag 7 (am letzem!!!).

Tatsächlich geißelte ich mich an dem Tag zunächst ziemlich dafür. Wo ich an Tag 3 vor den Snacks auf der Arbeit noch widerstehen konnte, war ich wegen einem dusseligen Ei schwach geworden. Immerhin war es nur ein Ei, keine Bratwurst, damit rede ich mir die Situation etwas schön. Aber trotzdem war es irgendwie doof. Ich hatte mir etwas vorgenommen und es nicht komplett durchgezogen.

Aber sei es drum. Ich habe trotzdem schon viel erreicht und fast eine ganze Woche ausschließlich vegan gegessen. Da ich ein Prinzipienmensch bin, wurmt mich das trotzdem, auch jetzt noch. Rückblickend weiß ich, dass ich in dem Moment nicht genug mit meinem „Warum“ gearbeitet habe: Warum mache ich mit beim Veganuary? Warum will ich vegan essen? Also ein Learning für das nächste Mal – nein, eigentlich zwei: Nicht zu streng mit mir zu sein. Und mir in schwierigen Situationen (egal, auf welche Aufgabe oder welche Entscheidung sich das im Leben bezieht) mein „Warum“ ins Gedächtnis zu rufen.

Abendessen: Veganer Burger mit einem Grünkohl-Quinoa-Patty, Rucola, Tomaten und Chili-Ketchup

Veganer_Burger Veganuary

Nach der Schmach am Morgen fand ich mich zum letzten Abendessen der veganen Woche wieder auf dem richtigen Weg. Es gab Vollkorn-Burgerbrötchen mit leckeren Grünkohl-Quinoa-Patties. Die kannte ich schon, da diese auch vor der veganen Woche schon regelmäßig auf meinem Burger landeten. Selbst bekennende und überzeugte Fleischesser mögen diese Patties. Zumindest die, die ich bisher davon überzeugen konnte, sie zu probieren (zwei an der Zahl, aber immerhin!).

Und nun?

Das war die vegane Woche im Veganuary! Ich habe vieles ausprobiert und auch der Mitbewohner meines Herzens war tatsächlich überrascht, wie relativ einfach und lecker das Essen in der Woche war. Gemessen am gesamten Leben ist eine Woche natürlich wenig herausfordernd. Ein Veganuary-Fazit möchte ich noch ziehen, das verdient aber einen eigenen Beitrag, um nicht den Rahmen vollends zu sprengen. Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig mitnehmen und euch einen Eindruck vermitteln, wie der Veganuary Woche bei mir ablief – mit allen Höhen und Tiefen 🙂

Wie denkt ihr über vegane oder vegetarische Ernährung? Seid ihr mit eurer Ernährung aktuell zufrieden oder habt ihr bestimmte Ziele, Dinge zu ändern?

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6 Comments

  • Sarah

    Ich muss zugeben, dass ich mich weder Vegan, noch vegetarisch ernähre, aber schon versuche nicht zu viel Fleisch zu essen. Viele meiner Freunde sind aber Vegetarier und da passt man sich beim gemeinsamen Essen natürlich an. Ich finde es auch echt spannend in deinem Beitrag zu sehen, wie vielfältig man doch trotzdem essen kann, wenn man vegan lebt.
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Kulturblazer

      Hi Sarah,
      es kommt nur darauf an, dass wir alle bewusster im Umgang mit der Ernährung sind…Dogmen finde ich eh immer schwierig, aber wenn wir alle einfach ein bisschen schauen, was wir in unserem Alltag beeinflussen können, bewegen wir schon eine Menge! Aktuell suche ich auch gerade meinen Weg für mich, wie ich damit in Zukunft umgehen möchte.
      Liebe Grüße!

  • Tiziana

    Hat mir richtig gut gefallen dein Beitrag! Vor allem dass du den Süßigkeiten auf der Arbeit wiederstehen konntest. Mega gut!
    Mir persönlich fällt es vor allem in stressigen Situation wie im Arbeitsumfeld schwer standhaft zu bleiben, also Hut ab, dass du durchgehalten hast und kein Snickers verputzt hast 🙂

    • Kulturblazer

      Hi Tiziana,
      mal klappt es, wie beim Snickers und mal eben nicht (wie bei dem Früstücksei) – es ist ein Prozess und in diesem befinde ich mich gerade. Ich bin auch oft ziemlich streng mit mir und habe so eine perfektionistische Ader, was nicht immer unbedingt förderlich ist, egal worum es geht. Aber daran arbeite ich 😀
      Liebe Grüße!

  • Nicole

    Ich finde es klasse, wie ehrlich du bist und auch darüber berichtet, dass du dann noch einen schwachen Moment hast. Das macht dich für mich sympathisch, denn ich denke vielen geht es so, das gehört am Anfang finde ich auch dazu ;). Ich finde die Gerichte klingen alle sehr lecker und sehen auch auf den Bildern toll aus. Ich könnte jetzt nicht auf Fleisch verzichten, aber ich bin niemand der es jeden Tag braucht. Ich esse tatsächlich nur an 1-2 Tagen in der Woche Fleisch, das reicht mir. Ansonsten geht meine Ernährung eh eher in Richtung Nudelpfanne mit Gemüse, Kartoffel mit Spinat oder ein Kartoffel-Gratin, Curry mit Mandarinen. Sonntagsbraten und Co. brauch ich generell nicht, wenn ich Fleisch esse dann eher mal eine Bratwurst, ein Burger, Schnitzel oder Putenmedaillons. Ei esse ich aber in der Tat viel zu gerne, als darauf zu verzichten. In der Verwandtschaft haben wir auch ein Familienmitglied die eigene Hühner haben, da gibt es dann am Geburtstag immer die frischen Eier und die schmecken sowas von genial. Da schmeckt man auch den Unterschied zum Supermarkt. Ansonsten esse ich halt zu gerne Omlett oder Rührei :D.

    Was ich aber mittlerweile total gerne vegan esse: Kuchen. Ich bin ja laktoseintolerant und da ist das gerade wenn ich unterwegs bin für mich eine schöne Alternative, wenn ich Kuchen, Muffins, Cupcakes, Waffeln und Co. Vegan essen kann. Bevorzuge deshalb auch vermehrt Cafes wo es auch vegane Angebote gibt. Ich kann dann halt sündigen, ohne Angst haben zu müssen, dass die Milch mir Probleme macht und schmecken tut das genauso gut :).

    Danke für deine lieben Worte und das Kompliment zu Text und Fotos Vanessa <3.
    Da hast du Recht, man ist immer sein größter Kritiker, dass ist bei mir definitiv der Fall. Als Perfektionistin habe ich halt immer was zu bemängeln, weil es halt doch immer noch besser geht. Das mit den Makeln stimmt, da hatte ich es auch letzens mit meiner Besten Freundin drüber.

    Du sprichst mir echt aus der Seele, ich möchte nämlich auch immer alles richtig machen und bin jemand der Entscheidungen auch intensiv durchdenkt. Ist ja per se erstmal nichts schlechtes, man muss da halt nur eine gewisse Balance finden, dass man sich dann nicht zu sehr im Gedankenkarussell gefangen sieht (ich nennen das auch gerne so, weil das beschreibt es halt ganz gut).

    Ich kann dir da aber sagen: Du kannst mit anderen Bloggern locker mithalten. Ich mag deinen Blog richtig gerne, finde deinen Schreibstil super und auch deine Bilder immer sehr gelungen. Somit musst du da gar nicht an dir Zweifeln oder dich vergleichen. Aber wie gesagt: Ich erwische mich dabei auch, alles andere wäre eine Lüge und irgendwie ist das ja auch ein sozialer Mechanismus, dass man sich vergleicht. Wir hatten das auch mal im Studium in einem Soziologieseminar, dass der Mensch sich durchgehend mit anderen vergleicht. Ich glaube so ganz los wird man das nie :D.

    • Kulturblazer

      Hi Nicole,
      apropos Nudelpfanne mit Gemüse – die gab es bei mir gestern, liebe ich auch total!:) Sich mit der veganen Ernährung auseinander zu setzen ist eben ein Weg, auf dem sicher viele, viele solcher Herausforderungen anstehen und mal scheitert man und mal nicht…ich versuche mich da selbst noch zurecht zu finden, wie ich damit zukünftig umgehen will. Letztens war ich in einer Tapasbar und habe an dem Abend keine Tapas mit Fleisch oder Fisch gegessen. Da war ich stolz auf mich, aber es werden auch Situationen kommen, wo es wieder kniffliger wird, z. B. auf Geschäftsreise, etc. Vegane Kuchen habe ich auch schon gegessen, der schmeckte mir bisher auch immer gut. Klar, wenn man Unverträglichkeiten hat, muss man auch nochmal doppelt aufpassen.

      Es ist eben Fluch und Segen zugleich, wenn man so perfektionistisch tickt wie wir 😀 Balance is key, da hast du absolut recht – ist nur manchmal echt so verdammt schwer!
      Mich hat dein Lob sehr, sehr gefreut, danke dir dafür. Damit hast du mein großes Lächeln ins Gesicht gezaubert 🙂
      Ich stimme dir zu, dass wir da alle in diese Vergleichsfalle tappen, wir sind halt soziale Wesen, die sich aneinander orientieren. Es kann ja auch positiv, motivierend und inspirierend sein, im richten Maße, sich bestimmte Menschen als Vorbilder zu nehmen.
      Zudem nimmt es auch viel Druck raus, wenn man sich klarmacht, dass es in den eigenen Augen immer jemanden geben wird, der schöner, schlauer, witziger, etc. ist als man selbst. Also warum sich überhaupt damit stressen? Aber auch das ist soviel leichter gesagt als getan! 😀
      Ganz liebe Grüße an dich!!

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