Grachten_Amsterdam_Neue Kirche
Esskultur,  Reisekultur,  Trendkultur

Amsterdam // Tipps & Travel-Guide

Werbung, unbeauftragt.

Welkom in Amsterdam! Wie bereits angekündigt, war ich vor einigen Wochen für ein langes Wochenende in der wunderschönen Hauptstadt der Niederlande. Mir hat es dort sehr gut gefallen: Kultur, Geschichte, Essen, Style – alles findet sich hier wieder und vermischt sich zu einem farben- und lebensfrohen, entspannten Schmelztiegel.

Amsterdam Basics

Amsterdam-Centrum ist von den die berühmten Grachtengürteln umringt, die besonders aus der Luft sehr gut zu erkennen sind und Amsterdams Stadtbild prägen. Vor dem 17. Jh. als Verteidungsgräben gedacht, wurden sie ab dem Zeitpunkt erweitert und sollten den innerstädtischen Warenverkehr erleichtern. Amsterdam war immer eine wichtige Handelsstadt, was heutzutage auch noch durch die Vielzahl an Kontoren und Warenlagern in den Vierteln zu sehen ist.

Es gibt die drei Hauptgrachten Heren-, Keizers- und Prinsengracht sowie den mittelalterlichen Festungsgraben Singel. Durch zahlreiche Quergrachten mit insgesamt 1.300 Brücken sind die miteinander verbunden. Wo früher Handelsboote die Grachten durchquerten, beladen mit Gütern wie Fisch, Gewürzen und Tulpen, sind heutzutage nahezu nur noch Touristenboote unterwegs. Sie fahren an den ca 2.500 Hausbooten vorbei, die vielen Amsterdamern als Zuhause dienen. Bei einer Grachtentour sieht man die wunderbare architektonische Vielfalt der Bauwerke dieser faszinierenden Stadt.

Es wird also relativ schnell klar, wo der Puls der Stadt ist. Hier gibt es eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Bars und Museen. Aber zuerst müssen wir eine Unterkunft finden, nieetwar?

Hoteltipps

Für Hotels im inneren Grachtengürtel von Amsterdam brauchen vor allem eins: Ein großes Portmonnaie. Amsterdam ist mitnichten eine günstige Stadt, aber wie immer richtet es sich auch danach, was und wo man wie unterkommen möchte. Wir haben uns daher für ein Hotel außerhalb des Grachtengürtels entschieden, mitten im Museumsviertel von Amsterdam, im Viertel zwischen Amsterdam-West und Amsterdam-Zuid. Für uns war es zentral, da die Innenstadt sehr gut zu Fuß zu erreichen war. Wir sind grundsätzlich nicht lauffaul (25.000 Schritte jeden Tag sind normal bei uns :)), aber auch für weniger begeisterte Zu-Fuß-Geher sind die Viertel um den Grachtengürtel herum eine gute Alternative. Unter Hotel hatte zwar wenig produktives, dafür sehr charmantes Management 🙂

Katze_schlafend_Sessel

Zudem war unser Hotel nicht weit entfernt vom sehr schönen Vondelpark, wo wir das bunte Treiben um uns herum beobachteten und die Sonne genießen konnten.

Amsterdam erkunden, aber wie?

Da wären wir auch schon beim Transport. Amsterdam hat einen super ausgebauten Nahverkehr mit Straßenbahn und Bussen. Wir sind mit dem Auto angereist und haben es an einem der zahlreich vorhandenen Park & Ride-Parkplätze abgestellt, die um die Stadt herum verteilt sind. Parken in Amsterdam selbst ist nämlich unfassbar teuer, Gebühren von 50 €/Tag sind keine Seltenheit. Zudem braucht niemand in Amsterdam ein Auto, die Stadt erkundet ihr am besten auf maximal zwei Rädern!

Stattdessen also einfach das Auto auf einem P+R abstellen und mit der Straßenbahn ins Zentrum fahren. Das Straßenbahnticket, dass wir beim P+R gekauft haben (wir hatten uns für das P+R am Olympisch Stadion entschieden, Fahrtdauer ins Zentrum 8 Min.), hat für uns zusammen für Hin-und Rückfahrt 5,50 € gekostet. Es gibt eine recht einfache Vorgehensweise, wie das Parkticket so am Ende für die drei Tage genau 3,- € kostet. Mit dem Bahnticket landen wir also bei 8,50 € parken für drei Tage parken statt 150 € – und das in einem gesicherten Parkhaus. Einen Tagesparkticket in manchen deutschen Großstädten ist teurer!

Das klassische Fortbewegungsmittel in Amsterdam ist natürlich das allseits beliebte Fiets. Die traditionellen Hollandräder prägen das Stadtbild und können überall easy gemietet werden. Auf den Straßen haben wir wunderschöne Exemplare gesehen, toll lackiert, mit wunderbaren Accessoires wie Bändern oder schönen Körben sowohl praktisch als auch optisch toll ausgerüstet. Zudem ist es günstig und sehr praktisch. Wir haben uns keins gemietet, weil wir nicht so weite Strecken zurücklegen mussten und gerne zu Fuß unterwegs sind.

Fahrrad Gracht Amsterdam Fiets

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Grachtenfahrt

Eine wunderschöne Grachtenfahrt gehört einfach dazu, wenn ihr Amsterdam besucht. Ich habe extra nach einem Anbieter gesucht, der offene Bootstouren anbietet. Diese sind nicht viel teurer als die Touren mit den großen, geschlossenen Booten. Der Vorteile waren, dass ich mehr sehen konnte und die kleineren Boote auch die kleineren Grachten durchqueren konnten. Der Bootsführer erzählte zudem viele interessante Hintergründe und Anekdoten zur Geschichte Amsterdams, der Grachten und auch der eingangs erwähnten Hausboote, die überall in Amsterdam zu finden sind.

Amsterdam_Grachtenfahrt_Hausboote
Museumskultur

Unter der Vielzahl an Museen in Amsterdam ist das Anne-Frank-Huis sicherlich das bekannteste in Amsterdam und eine der größten Sehenswürdigkeiten überhaupt. Das Museum zeigt eindringlich die Geschichte von Anne Frank und ihrer Familie, die während des zweiten Weltkrieg in einem Hinterhaus vor den Nationalsozialisten untertauchten. Die Tagebücher von Anne wurden später als Buch von ihrem Vater herausgebracht, das mittlerweile in mehr als 60 Sprachen übersetzt wurde. Das Museum ist wirklich sehr sehenswert und in ca 1,5 Stunden haben wir mehr über die Geschichte und das Leben im Hinterhaus erfahren können.

Tickets solltet ihr unbedingt zwei Monate vorher buchen, denn das Museum ist sehr beliebt. Wir konnten dies leider nicht machen, da wir unser Wochenende nur spontan buchen konnten und waren daher darauf angewiesen, Tagestickets zu ergattern. Das funktioniert so: Am Tag selbst werden um 09:00 die restlichen Karten online vergeben. Ich war richtig happy, dass wir auf diesem Wege noch Karten bekommen haben! Auch wenn Amsterdam nicht aus der Welt ist und wir sicherlich dort nochmal hinfahren, wollte ich das Museum unbedingt besuchen, denn mich hat das Buch, als ich es als Jugendlich gelesen habe (da war ich etwas so alt wie Anne zu der Zeit, als es geschrieben hat), sehr beschäftigt hat.

Neben dem Anne-Frank-Haus gibt es noch weitere Museen, die einen Besuch wert sind. Das Rijskmuseum ist eines der bekanntesten Museen der Welt und zeigte zur Zeit unseres Besuchs die Sonderaustellung zum 350. Todestag von Rembrandt. Wer mehr auf zeitgenössische Kunst steht (so wie ich) wird im MOCO Museum fündig. Von Andy Warhol über Jeff Koons und Damien Hirst werden dort u. a. aktuell auch die Kunstwerke von Banksy und Kaws ausgestellt.

Der älteste Coffeeshop Amsterdams

The Bulldog Amsterdam hat mehrere Ableger in der Stadt, aber der älteste Shop von allen ist nicht zu übersehen. Er befindet sich hinter der Oude Kerk und dem Rotlichtviertel und wurde 1975 gegründet. Der süßliche Duft von Marihuana weht einem ziemlich oft um die Nase, ob aus Coffeeshops, auf der Straße oder in Parks. Natürlich ist gerade der „Flagshipstore“ besonders touristisch, aber trotzdem interessant zu sehen. Meine Droge ist und bleibt das Essen 😀

Bulldog_Coffeeshop_Amsterdam

Tipps für Foodies

Apropos Essen: Kommen wir dahin, wo es davon Einiges gibt: Märkte. Amsterdam bietet einige davon, zum Beispiel den Flohmarkt Waterloopplein oder den Albert-Cuyp-Markt. Neben Essen gibt es natürlich auch viel Stände mit Kleidung, Souvenirs, Porzellan oder sonstigem Schnickschnack. Nachfolgende Bilder sollten ggf. nicht mit leerem Magen angeschaut werden – zumindest ich verspüre beim Anblick wieder Hunger 🙂

Die besten Pommes Frites in Amsterdam habe ich bei Vlaams Friteshuis gegessen. Die Auswahl an Saucen war der Wahnsinn und hat mich schon in viele Grübeleien gestürzt, aber ich bin dann doch bei der Joppisaus gelandet. Köstlich!

Ein weiterer klassisch niederländischer Snack sind Bitterballen, die niederländischen Fleischkroketten. Ich muss ganz ehrlich sagen, das ist nichts, was ich bestellen würde – meine Reisebegleitung hat dies ganz anders gesehen. Probiert habe ich sie auch, aber ich bleibe lieber bei Fleisch, was ich als solches auch noch identifizieren kann. Fans genug haben sie dennoch!

Jetzt geht´s an Süße: Poffertjes sind kleine Pfannkuchen, die frisch zubereitet werden und dann mit unterschiedlichen Topping garniert werden. Ich habe mich für die Sorte mit Kinderschokolade entschieden. Ja, unter der Schokolade sind sie irgendwo zu erahnen. Frisch und noch warm, haben sie sehr köstlich geschmeckt. Ich war allerdings davon überzeugt, dass sie ein wenig geizig mit der weißen Schokolade waren, oder nicht???

Poffertjes

Nicht zu vergessen, mein persönliches Highlight: Stroopwafels. Das sind Sirupwaffeln, die mit Karamell, Nutella und anderen sehr gesunden Dingen verfeinert werden. Meine Lieblingsstroopwafel wurde frisch zubereitet, dann in der Mitte aufgeschnitten (wie schneidet man so eine dünne Waffel so gekonnt auf?) und mit Karamell und Nutella bestrichen. Leecker!

Stroopwafel

Shopping & Streetstyle

Neben kulinarischen Köstlichkeiten bietet Amsterdam auch für Fashion Victims genug Stoff. Mit seinen Boutiquen und Vintagestore auf den 9 Straatjes, sowie den Einkaufstraßen für Ketten wie Mango & Co. auf der Kalverstraat und Leidsestraat ist die Hauptstadt ein echtes Shopping-Mekka. Die P.C. Hoofdstraat beherbergt schicke Designermarken wie Chanel, DKNY und Louis Vuitton und auch im Kaufhaus De Bijenkorf finden sich sehr viele Marken. Apropos Designer: Richtig tolle Designerstücke könnt ihr in den bereits erwähnten Vintagestores kaufen. Eine Vintage-Storie Kette, L’Étoile de Saint Honoré hat sogar gleich drei Läden in Amsterdam. Für Schnäppchenjäger und Liebhaber sind dort Louis & Co. für vergleichsweise erschwingliche Preise zu haben. Reinschauen lohnt sich allemal!

Neben all den bereits erwähnten Punkten hat nämlich Amsterdam eins auf jeden Fall: Stil. Ich habe so viele inspirierende Stylings und Streetstyles gesehen, absolut unabhängig von Alter und Geschlecht. Anbei zeige ich euch einige tolle Looks inklusive meines Lieblingslooks an dem Wochenende.

Amsterdam war auf jeden Fall wunderschön und ich hätte dort locker noch weitere Tage verbringen können. Daher wird es nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dort war.

Wart ihr schon in Amsterdam und habt noch weitere Tipps? Macht ihr gerne Städtereisen? Welche Städte sind eure Lieblingsstädte?

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4 Kommentare

  • Wonderful Fifty

    Liebe Vanessa, total schön, dass wir dich bei deinem Besuch nach Amsterdam begleiten dürfen. Ich kenne diese Stadt ja selbst noch nicht und daher finde ich es besonders interessant, etwas über Amsterdam zu erfahren und diese City zumindest anhand der tollen Fotos und der Beschreibung zu erforschen. Danke für die vielen Tipps und Empfehlungen, das dient als gute Grundlage für eine Reiseplanung für diese sehr vielfältige Stadt. Aber wie konntest du bloß diese Stroopwafels auch noch zeigen – da hat mein Dessert-Magen gleich mal Alarm geschlagen und wollte auch sofort so ein Ding mit Nutella und Karamell, mhmmmm.
    Hab einen ganz wunderbaren Tag und alles Liebe

    • Kulturblazer

      Hi Gesa,
      danke für die lieben Worte, das freut mich! Es wird sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich in diese tolle Stadt gefahren bin. Ich kann sie dir nur ans Herz legen.
      Die Stroopwafels haben auch meine Schwäche für Süßkram komplett ausgenutzt…die Kombination aus warm und knusprig, zusammen mit Nutella, die so leicht schmilzt…mhmhmmh 😀
      Alles Liebe dir!

    • Kulturblazer

      Hi Melina,
      das stimmt, im Sommer ist es bestimmt auch wunderbar dort! Ich bin auch froh, dass wir Glück mit dem Wetter hatten und es nicht geregnet hat. Dann wäre es wohl mehr ein Museumswochenende geworden, aber es ist schon besser, wenn man die freie Wahl hat 😀
      Viele Grüße!

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