Irland_Connemara
Reisekultur,  Esskultur

Ich Herz Irland

Werbung, unbeauftragt.

Ein Schäfchen auf einer einsamen Straße. Ich liebe dieses Titelfoto. Ja, es gibt viele, sehr viele Schafe in Irland und sie laufen einfach entspannt über die Straße, ganz nach dem Motto „Zero f***s given“. Wozu der Stress, entspannt bleiben! Nicht nur die irischen Schafe, auch die irischen Menschen gelten ja als sehr lässig und entspannt, was ich bestätigen kann. Sehr freundlich sind sie noch dazu! In diesem Sinne also: Fáilte go hÉirinn! Richtig erraten: „Willkommen in Irland“ auf Gälisch. (Findet es eigentlich noch irgendwer merkwürdig, dass ein Großbuchstabe so mitten in einem Wort erscheint?).

Mein letzter Urlaub nach Indonesien hatte streckenweise nicht unbedingt viel mit Entspannung zu tun, deswegen wollte ich noch eine Reise machen, wo ich nicht Gefahr lief, von wilden Tieren attackiert zu werden. Schafe stellten für mich ein kalkulierbares Risiko ein, daher hatte ich mich entschieden, eine neuntägige Rundreise durch Irland zu machen, u. a. mit Stopps in Galway, an den Cliffs of Moher und auf der Dingle-Halbinsel, Kilkenny und natürlich Dublin. Mit dabei waren auch zwei Nationalsparks, nämlich in Connemara und Killarney. Es war ein wunderbarer Urlaub, deswegen kann ich euch Irland nur ans Herz legen! Hier die Route im Überblick:

Galway – Connemara NP – Cliffs of Moher – Burren – Dingle – Killarney NP – Ring of Kerry – Valentia Island – Kilkenny – Dublin

Starten wir los mit meinen persönlichen Highlights auf der Irlandreise!

Ein Galway Girl sein

Den Song von Ed Sheeran kennt ja wohl jeder. Bbwohl ich nicht der größte Ed-Sheeran-Fan bin, ertappte ich mich dabei, wie ich den Song mehr oder weniger oft summte, als wir nach der Landung in Dublin in Galway eintrafen. Ich muss sagen: Galway ist ein wahnsinnig schöner Ort! Direkt zu Beginn so ein Highlight, das hätte ich nicht erwartet: Süße Gassen, traditionelle schöne Pubs, leckeres Essen, tolle kleine Geschäfte, freundliche Menschen, herrliches Wetter: Irland hieß uns herzlich willkommen.

Irland Galway Downtown Pub

Somit kam meine quietschrote Regenjacke, die ich mir extra für den Urlaub zugelegt hatte, an diesem Tag noch nicht zum Einsatz. Ich war aber guter Dinge, dass es nicht so bleiben würde. So schlenderten wir an einem sonnigen Nachmittag durch das Studentenstädtchen, gönnten uns draußen einen Cider und beobachteten die Menschen, die an uns vorbei gingen. Das macht extrem viel Spaß, weil die Stadt so einen lässigen Boheme-Vibe versprüht. Nicht umsonst ist Galway europäische Kulturhaupstadt 2020!

Durch den Connemara Nationalpark wandern

Als ehemaliges Pferdemädchen wusste ich natürlich, dass Connemara besonders für seine halbwilden Ponies bekannt ist, die in den sumpfigen und kargen Landschaften der Region leben. Leider habe ich kein wildes Connemara-Pony gesehen, dafür aber den Connemara Nationalpark. Dieser eignet sich super für einen Tagesausflug mit einer entspannten Wanderung. Und hier wurde dann auch das erste Mal meine Regenjacke richtig gefordert, als es über eine Stunde regnete. Das tat aber der Laune keinen Abbruch, denn mittlerweile weiß ich: Mit qualitativ guter Outdoorkleidung ist jedes noch so ungemütliche Wetter nur halb so schlimm, auch wenn um einen herum alles trüb und nass aussieht.

Irland Connemara Nationalpark

An den Cliffs of Moher vom Winde verweht werden

Am Tag unseres Besuchs an den Cliffs of Moher war es vor allem eins: Windig! Ach, ok, doch noch etwas anderes neben windig: Nebelig, seeehr nebelig. Was dazu führte, dass wir konstant nass waren, obwohl es nicht regnete, einfach, weil der Nebel überall war. Das verlieh den Klippen eine gewisse Mystik, auch wenn ich mir zwischendrin ein wenig mehr klaren Himmel und Sonne gewünscht hätte. Aber so wenig wie in Irland hat mir fehlender Sonnenschein und blauer Himmel noch in keinem Urlaub ausgemacht. Die Klippen sind bei jedem Wetter wirklich sehenswert.

Irland Cliffs of Moher
Irland Cliffs of Moher

Tatsächlich trugen Menschen hier Kleidungsstücke, die so dermaßen unpassend waren, dass es nur noch witzig war: Weiße Sneaker, Jeansjacken, Strohhüte (?) oder Jogginghosen. Welches Accesssoire hier auch gar nicht mal so sinnvoll ist: Ein Regenschirm – wird innerhalb von Nanosekunden auf links gezogen. 2:0 für die Regenjacke!

Das Lichtspiel im Burren beobachten

Ein weiteres Highlight war der Besuch der Karstlandschaft Burren, westlich der Cliffs of Moher. Als wir dort ankamen, konnte sich das Wetter so gar nicht zwischen Sonne und Wolken entscheiden, was zu einem atemberaubenden Lichtspiel über den nassen Felsen der Landschaft führte. Eine Herausforderung für die Kamera, aber umso beeindruckender für das Auge. Eine Wanderung hoch auf die Felsformationen lässt euch einen fantastischen Ausblick genießen.

Irland The Burren
Irland The Burren

Den Zauber der Dingle-Halbinsel erleben

Dingle, Dingle, Dingle. Ich glaube, kein Stückchen Irlands ist meiner Meinung nach so unterschätzt, weil nicht unbedingt so bekannt, wie diese wunderschöne Halbinsel im Westen Irlands. Wie traumhaft es sein muss, wenn der Himmel blau und die Sonne hell strahlt, kann ich mir nur ausmalen, denn selbst bei bedecktem Herbstwetter war die Fahrt entland der Küstenstraße einfach nur der Hammer. Es gibt neben wunderschönen Klippenpanoramas mit zerklüfteten Felsen und dem tosenden Meer auch wunderbare Strandabschnitte.

Irland Dingle Halbinsel Strand
Irland Dingle Halbinsel Straße
Irland Dingle Strand

Die Abgeschiedenheit auf Valentia Island genießen

Wenn es eins auf Valentia Island nicht gibt, dann ist es Hektik und viel Trubel. Die vorgelagerte Insel ist nur 3 km breit und 11 km lang und liegt unweit des Ring of Kerry, eine der touristischen Routen Irlands. Valentia Island lohnt sich auf jeden Fall für einen Abstecher, denn allein die Kulisse um den Leuchtturm an der Küste bietet genug Material für einige tolle Landschaftsfotos. Obwohl es eine Insel ist, könnt ihr ganz einfach mit dem Auto über eine Brücke dorthin gelangen.

Irland Valentia Island Leuchtturm

Das satte Grün im Killarney Nationalpark bestaunen

Killarney bietet einen tollen Nationalpark, der zeigt, wieso Irland „die grüne Insel“ genannt wird. Teilweise gibt es Bereiche, wo nicht ein Baum oder Stein moosfrei ist. Am liebsten möchte man mit den Händen überall entlangfahren, um das weiche, satte Moos zu spüren. Durch die Landschaft ziehen sich kleine Bäche und Wasserfälle. Ideal für einen ein- bis zweitägigen Aufenthalt für Naturliebhaber!

Irland Killarney Nationalpark Moos

In der Sonne Kilkennys baden

Hö? Was ist das? Blauer Himmel? Tatsache! Jaa, ich weiß, Irland ist nicht bekannt für sein gutes Wetter und mir war klar, dass ich mich auf viele Wolken einstellen muss. Aber Irland ist auch bei Wetter, was nach landläufiger Meinung als „geht so“ gilt, wirklich schön. Aber ich will ehrlich sein: Mit Sonne und blauem Himmel ist es einfach noch viel, viel geiler. Und als wir in Kilkenny ankamen, war es dann auch mal nicht nur für wenige Stunden, sondern direkt einen ganzen Tag sonnig! Es wurde sogar so warm, dass wir im T-Shirt herum laufen konnten. Ich war total selig.

Kilkenny Irland
Kilkenny Castle Irland
Buchladen_Café_Kilkenny_Irland

Zwischendurch gönnten wir uns uns neben viel Frischluft auch den ein oder anderen Aufenthalt in Pubs und Cafés. Natürlich durfte da auch ein Irish Coffee (in einem Buchladen mit Café! Mein wahr gewordener Traum!) nicht fehlen. Den habe ich mir mit einem Triple Choc Brownie gegönnt, der locker eine Mahlzeit ersetzt hat. Eine Frau ließ den Brownie zurückgehen, weil er ihr zu schokoladig war – wer hätte das bei dem Namen ahnen können! (WTF?!). Selbstverständlich war gelegentlich auch ein frisch gezapfter Cider oder ein Bier mal mit von der Partie. In Kilkenny musste ein Smithwicks Irish Ale her, das von dort stammt. Was ich nicht wusste: Die Marke „Kilkenny“ wird nur für den Export dieses Bieres verwendet, in Irland wird es ausschließlich unter der „Smitchwick´s“ verkauft. The more you know!

Den Charme Dublins genießen

Die letzte Station auf der Irland-Rundreise war Dublin. Neben St. Paul´s Cathedral (wieso stehe ich eigentlich immer vor Sehenswürdigkeiten, die gerade mal wieder restauriert werden und mit Gerüsten versehen sind? Kennt das noch irgendwer?) waren wir natürlich im Trinity College mit dem legendären Long Room in der Bibliothek. Lasst euch dort unbedingt von einem Studenten auf dem Campus herumführen, denn ihr erhaltet viel mehr Insights und spannende Geschichten rund um das Leben und Studium am College.

Irland Dublin Trinity College Long Room Library

Natürlich stand auch ein Besuch der Guiness-Brauerei auf meinem Zettel. Ein frisch gezapftes Guiness in der Sky Bar der Guiness-Brauerei mit Blick über Dublin schmeckt doch wirklich gut, zudem war die Tour wirklich spannend und interessant. Wir genossen insgesamt zwei Tage das Flair der Hauptstadt. Ich Herz Irland, denn es war sicher nicht das letzte Mal, dass ich hierhin reise!

Irland Dublin Temple Street

Wart ihr schon mal in Irland? Habt ihr noch weitere Tipps? Reist ihr gerne innerhalb Europas oder zieht es euch in weiter entfernte Regionen?

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6 Comments

  • Wonderful Fifty

    Liebe Vanessa, deine wunderbare Irland-Reise durfte ich auf Instagram ja schon ein bisschen miterleben und daher freue ich mich gerade besonders über diesen Beitrag, um so weiteres Interessantes von dieser Insel und vor allem auch von deinen Erlebnissen zu erfahren. Dein erstes Bild verkörpert fast alles, was ich so spontan mit Irland verbinden würden: Schafe, viel Grün, viel unberührte Natur, viel Nebel – das Einzige, was das Klischee noch vervollständigen würde, wäre wohl der Regen. Aber es ist schön, dass du neben dem Nebel- und Regenwetter auch wunderbares Wetter auf dieser Insel genießen konntest. Da ich selbst bisher noch nie in Irland war, habe ich von den Beschreibungen natürlich sehr viel mitnehmen und natürlich auch miterleben können. Bei Reisen bin ich eigentlich für fast alles offen – es gibt in der näheren Umgebung wunderbare Orte, herrliche Landschaften zu genießen, es gibt interessante Nachbarländer von Österreich, aber auch tolle Städte in Europa, die auf jeden Fall einen Besuch wert sind und hin und wieder darf es natürlich auch gerne ein Eintauchen in unbekannte Kulturen sein.
    Hab ein ganz wunderbares Weihnachtsfest und alles, alles Liebe

    • Kulturblazer

      Hallo Gesa,

      vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Ich hoffe, du und deine Familie hattet tolle Feiertage und einen super Start in das neue Jahrzehnt! Ich habe auf deinem Blog gelesen, dass die Tage wohl dieses Jahr besonders schön waren, was mich sehr freut.
      Das Foto finde ich tatsächlich auch richtig toll, gerade weil das Schäfchen so total entspannt die Straße entlang läuft. Irland kann ich dir nur ans Herz legen. Aber Österreich steht auch noch auf meiner Liste 🙂
      Ganz viele,liebe Grüße!

  • Christine

    Ich war vor ein paar Jahren auf Irland unterwegs und habe es sehr genossen! Ich möchte echt gerne noch mal dort hin; denn gerade im Norden habe ich bisher gar nichts gesehen.
    Eine wirklich sehr schöne Insel, mit der ich tolle Erinnerungen verbinde!

    • Kulturblazer

      Hallo Christine,
      willkommen und danke für deine Erfahrungen! Der Norden Irlands scheint wirklich reizvoll zu sein, den würde ich bei einer nächsten Reise auch auf jeden Fall noch besuchen wollen. Ich habe auf deinem Blog deine Reise nachgelesen, welche Erfahrungen du teilweise auch mit B&Bs gemacht hast. Die kann ich auf jeden Fall teilen! Es ist schon etwas ganz anderes als ein Hitel und viel, viel persönlicher – gerade wenn man sieht, wie viele Familienmitglieder eigentlich durch das Haus laufen und sich die Kids z. B. morgens für die Schule fertig machen 😀
      Liebste Grüße!

  • Sarah

    Ach das sieht ja wirklich super schön aus! Irland möchte ich auch gern noch einmal bereisen. Ich war nur einmal kurz in Dublin und das ist jetzt auch schon eine ganze Weile her!
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Kulturblazer

      Hi Sarah,
      Dublin ist auch eine coole Stadt, hat mir auch sehr gut gefallen! Bin gespannt, welche Reisen bei dir demnächst anstehen.
      Liebe Grüße!

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